Lexus RC F: Diabolischer Gentleman

Lexus RC F

Ganz ehrlich, wäre ich ein Fiat 500 oder ein ähnlich untermotorisiertes Gefährt und der Lexus RC F würde hinter mir auftauchen, ich würde Todesangst bekommen! Mit seinem riesigen Diabolo-Kühlerschlund, den scharfen LED-Scheinwerfern und dem leuchtenden Rot sieht er wie der Leibhaftige aus, der höchstpersönlich aus der Unterwelt gekommen ist, um ein Opfer mit in die Tiefe zu ziehen. Moment, das soll ein Lexus sein?! Völlig irritiert laufe ich einmal um das Auto, auf der Suche nach dem unheilvollen «Hybrid» Signet, schliesslich hat Lexus für jedes Modell einen Hybridantrieb parat. Doch stattdessen prangt das F-Signet an den Flanken und der RC F ist derzeit wohl der einzige Lexus, der dieses Signet zu Recht trägt. Denn hinter dem Diablo-Kühlergrill steckt Maschinenbau erster Güte: Ein 5,0-Liter V8. Frei saugend.

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Antriebslos: Mercedes B-Klasse ED

Mercedes B-Klasse Electric Drive

Die IAA ist angebrochen und soeben sind mir zwei Betreff-Zeilen in meinem Posteingang ins Auge gestochen: «Audi e-tron Quattro Concept: Mehr als 500 Kilometer Reichweite für volle Alltagstauglichkeit» oder «Porsche Mission E: 600 PS, 500 Kilometer Reichweite, 15 Minuten Ladezeit». Klar, das sind Konzepte, aber es zeigt auf, in welche Richtung die Hersteller aktuell forschen. Die Mercedes B-Klasse Electric Drive, kurz ED oder 250 e, wirkt dagegen extrem konservativ, ja fast schon lustlos. Ich werde zudem das Gefühl nicht los, dass die B-Klasse ED ein Lückenfüller gewesen ist, damit Mercedes einen Stromer im Angebot hat, bis der erste Plug-in Hybrid (Mercedes S-Klasse) verfügbar war.

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Mercedes A-Klasse: Geschärft, nicht geschminkt

Mercedes A-Klasse Facelift

Die Mercedes A-Klasse ist eine Kriegerin. Eine andere Bezeichnung fällt mir angesichts der Eroberungsrate von sage und schreibe 66% nicht ein. Das bedeutet, dass 66% der Käufer vorhin noch nie Mercedes gefahren sind, sprich, sie wurden von der A-Klasse zu Mercedes hingezogen. Seit drei Jahren wütet die Kriegerin nun in der Kompaktklasse; Zeit, ihr ein kleines Facelift zu verpassen. Wobei die Optik kaum angetastet wurde – wozu auch, wenn das Design so dermassen erfolgreich ist? Die ohnehin schon dynamische A-Klasse wurde weiter geschärft und ist ab dem 26. September für mindestens 30’600 Franken zu haben. Aber machen wir uns nichts vor: Eine hübsche A-Klasse kostet locker 50’000 Franken, ein A45 AMG mit allem drum und dran schlägt mal eben mit 90’000 Franken zu Buche. Einen Stern zu fahren war eben noch nie ein billiges Vergnügen, aber sei’s drum…

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Mazda 2: Kleiner ganz gross

Mazda 2

Eine längere Fahrt steht an. Vom hintersten Loch im Glarnerland bis an den Genfersee. Hin über Pässe sowie quer durchs Wallis und zurück über etliche Autobahnetappen. Ah, ein schickes Coupé oder eine rassige Sportlimousine wäre genau das richtige Fortbewegungsmittel. Doch das Schicksal meint es nicht besonders gut mir, denn ich muss mit Mazdas Kleinem, dem Zweier, vorlieb nehmen. Ich habe da ernsthaft meine Zweifel. Ein Kleinwagen für 600 Kilometer? Da geht bestimmt der Komfort flöten. Und der Verbrauch erst, der wird wahrscheinlich nach oben explodieren. Mit guter Miene zum bösen Spiel mache ich mich auf den Weg…

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Kurven zum Frühstück – Porsche Midengine Power

Porsche Cayman GTS

Nichts gegen die dicken Dinger von Porsche, aber nach Panamera, Macan und einem kurzen Ausflug mit dem Cayenne wird es langsam Zeit, die Essenz von Porsche kennenzulernen: Einen waschechten Sportwagen. An was denkt man da? Klar, an den Elfer, das Nonplusultra. Den bin ich zwar nicht gefahren, wage aber trotzdem zu behaupten, dass es für maximalen Fahr- und Kurvenspass keinen Elfer braucht. Die «kleinen» Porsches in den schärfsten Ausführungen (GTS, Spyder und GT4) sind nämlich Fahrmaschinen erster Güte. Ein Fest für die Sinne.

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Achterbahn (der Gefühle): Radical RXC Turbo

Radical RXC Turbo

Kennt ihr das Gefühl, wenn man auf der Achterbahn sitzt, ohne einen Millimeter Spielraum hilflos im Bügel hängt und der Zug in die Höhe gezogen wird? Schon manches Mal sass ich auf einer Achterbahn und fragte mich, warum ich mir das eigentlich antue. So in etwa fühlte ich mich im Radical RXC Turbo, bevor es losging. Festgezurrt in Sechspunkt-Gurten und eingeengt in erstaunlich bequemen Schalensitzen aktiviere ich zuerst den Hauptschalter und anschliessend die Zündung. Die Elektronik ist nun an, das Triebwerk wartet auf die Startfreigabe. Ich atmete noch einmal tief ein und wieder aus, bevor ich den Startknopf drückte…

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