Der Alfa Romeo 4C kommt auf die Strasse

Der Alfa Romeo 4C kommt auf die Strasse

Concept Cars: Alles nur Show and Shine? Manchmal ja, nicht aber im Falle des Alfa Romeo 4C Concept! Im Jahr 2011 präsentierte Alfa Romeo eine sehr emotionale wie hinreissende Sportwagenstudie namens 4C (ital. quattro tschii), die das Erbe des legendären Alfa Romeo 8C Competizione antreten soll – aber zu einem bezahlbaren Preis. Schliesslich ist genau dieser Typ Auto das, was Alfa Romeo derzeit fehlt, etwas, dass das sportliche Image der Marke wieder aufleben lässt. Im Netz kursieren Bilder eines Erlkönigs mit fast identischer Silhouette, was die Hoffnung auf eine Serienproduktion weiter schürt.

Als Vorbild des Designs dient zweifelsfrei der grosse Bruder 8C Competizione. Von vorne betrachtet wirkt der 4C seinem Vorbild wie aus dem Gesicht geschnitten. Aber der 8C ist ein ausgewachsener Sportwagen, der 4C hingegen erweckt mit seinen vier Metern Länge und dem kleinen Stummelheck den Eindruck, als stecke er noch in der Pubertät. Die massiven Lüftungsschächte an der Seite wirken da überdimensioniert, aber Concept Cars müssen irgendwie Aufmerksamkeit erregen. Das Gesamtpaket und die Proportionen stimmen auf jeden Fall, der 4C ist ein knackiger, kleiner Sportwagen à la GT86, genau das, was die Fans der Marke vermissen.
Während das Blechkleid weitgehend in Serie produziert werden könnte, ist das Interieur noch viel zu futuristisch und untauglich, hier wird noch vieles entschärft werden.

Die technischen Angaben hingegen sind wahre Pulsbeschleuniger. Als Mittelmotor Coupé konstruiert und mit einem Leergewicht von gerade einmal 850 Kilo gesegnet wird dieses Fliegengewicht an den bekannten 1.8 Liter Turbo mit rund 235 PS aus der Giulietta Quadrifoglio Verde gekoppelt – und könnte manch potenterem Modell Angst einjagen. Laut Alfa soll es unter fünf Sekunde von Null auf Hundert gehen und frühestens bei 250 km/h Schluss sein. Verwaltet wird die Kraft vom Doppelkupplungsgetriebe Alfa T.C.T., welches gerne ein bisschen mit dem Zwischengas spielen dürfte. Als Serienfahrzeug wird das Gewicht sicher höher liegen, da aus Kostengründen keine CFK-Karosserie realisiert werden kann, aber selbst mit 200 – 300 Kilo mehr Blech dürfte der Fahrspass nicht zu kurz kommen.

Finanziell wird ein Preis um die 70’000 CHF angepeilt. In dieser Preisklasse wildern allerdings zahlreiche etablierte Sportwagen anderer Hersteller, deshalb wird es wichtig, dass die Italiener ihren neuen Imageträger richtig vermarkten. Offiziell wurde zwar noch kein grünes Licht für die Serienproduktion gegeben, aber das Interesse an der Studie vor zwei Jahren in Genf und das Aufkreuzen eines Erlkönigs legen den Verdacht nahe, dass Alfa Romeo endlich wieder einmal einen kleinen Ferrari vertreiben wird.

(Bilder: Diverse Quellen)

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