Das Autojahr 2013

Das Jahr 2012 neigt sich dem Ende zu, mit dem Golf VII ist im November das wohl wichtigste Fahrzeug auf den Markt gekommen. Ich wage einen Ausblick ins nächste Jahr: Welche wichtigen Modelle erwarten uns, welche Trends sind in der Autoindustrie zur Zeit aktuell oder im Kommen?

Allgemein kann man sich freuen, denn in der Regel bekommt man immer mehr Auto fürs Geld, denn die Anforderungen der Kundschaft, insbesondere an die Sicherheit, sind deutlich gestiegen. Das elektronische Stabilitätsprogramm ESP ist nun sogar bei den neuen Dacia Modellen serienmässig dabei. Des weiteren geht mit den neuen Motorengenerationen der Verbrauch immer weiter zurück, was die allgemeinen Betriebskosten senkt. Downsizing sei Dank werden die Hubräume ebenfalls kleiner, was sich positiv auf die Versicherungsprämie auswirkt. Und zu guter Letzt bieten hierzulande nach wie vor viele Hersteller Euro-Rabatte an, auch deswegen, weil der Verkauf in den südlichen EU-Staaten eher schleppend vor sich geht.

Auch in der Autoindustrie geht es technisch voran. Nebst dem erwähnten Downsizing erscheinen immer mehr Aggregate mit einer Zylinderabschaltung, auch in der Kompaktklasse. Vorwärts geht es auch bei den Assistenzsystemen. City-Notbremssysteme und Multikollisionsbremsen gibt es immer häufiger serienmässig. Ein neues Bremssystem bei Mercedes führt sogar auf Kreuzungen eine Notbremsung durch, falls der Fahrer ein anderes Fahrzeug oder einen Fussgänger übersehen hat.
Nissan will die rein elektrische Lenkung zur Serienreife bringen. Rein elektrisch bedeutet, dass keine mechanische Verbindung mehr von der Lenksäule zur Achse besteht. Der Lenkeinschlag wird von einem Sensor permanent gemessen und Elektromotoren bewegen die Achse. Dadurch soll die neuartige Lenkung beispielsweise Seitenwind oder zu heftige Lenkbewegungen, die vom Fahrer in kritischen Situationen ausgeführt werden, automatisch korrigieren. Es ist ein weiterer Schritt zum autonomen Fahren, dem auch Daimler mit seiner Armada an Assistenzsystemen entgegen fiebert.

Ein eher eisiger Wind weht den Elektroautos entgegen. Zu hoch ist der Preis, zu gering die Reichweite. Stattdessen setzen die Hersteller vermehrt auf Plug-in Hybride, welche eine kurze Strecke, ca. 20 – 50 km, rein elektrisch zurücklegen können und anschliessend als Vollhybrid einfach weiter fahren, bis der Tank leer ist.
Ebenfalls vermehrt am kommen sind Autos mit Erdgasantrieb. Um sie den Kunden zugänglich zu machen, sind die meisten in der Lage, sowohl Erdgas als auch Benzin zu verbrennen. Erdgas ist zwar ebenfalls ein fossiler Treibstoff, ist aber günstiger und hinterlässt bei der Verbrennung weniger Emissionen.

Modellmässig gibt es viel Neues. Die Autohersteller versuchen, jede noch so kleine Lücke zu stopfen. BMW will die Lücke zwischen 3er und 5er schliessen und bietet ab Herbst nächsten Jahres den 4er an. Er ist gegen den Audi A5 positioniert. Mini preist den neuen Paceman – quasi der sportlichere, zweitürige Countryman – als erstes SUC (Sport Utility Coupé) an. Man muss nur die richtige Autolücke finden, dann ist man immer irgendwo der Erste…
Weiter boomen die Kombis und SUVs. Immer mehr Hersteller bieten Ihr Modell neu auch als Kombi an, etwa Toyota den Auris oder Renault den Clio. SUVs, vor allem die kompakten, erfreuen sich nach wie vor grosser Beliebtheit. Klar, dass die Hersteller ihre bestehenden Modelle weiter pflegen, für einen grünen Touch mit einem Hybridantrieb versehen oder ein komplett neues Modell auf den Markt bringen. Dass bei einigen Modellen der Allradantrieb zusätzlich erworben werden muss, zeigt, dass es für den Kunden meistens nicht so wichtig ist, ob die SUVs geländegängig sind oder nicht.

Allgemein kann man sagen, dass die kommenden Autos immer sicherer werden, mehr Assistenzsysteme bieten, weniger verbrauchen, immer öfters als (Plug-in) Hybrid antreten, für ihren Preis immer mehr bieten und zum Teil versuchen, völlig eigenständig zu sein, also ohne direkte Konkurrenz dazustehen.
Ich für meinen Teil habe dieses Jahr genug getippt. Ihr lest mich im nächsten Jahr wieder. Gute Fahrt ins 2013! 🙂

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