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BMW Drive Days 2012

Schön aufgereiht sind sie dagestanden, die verschiedenen BMW Modelle. Der 1er in Sport-, und Urban-Line, die 3er Limousine in der Luxury-, Modern- und Sport Line, sowie der rassige Z4. Und sie warteten nur darauf, getestet zu werden.
Natürlich wurde bei der Begrüssung etwas Werbung in eigener Sache betrieben und erklärt, warum ein BMW so dynamisch wirke, was hinter Efficient Dynamics steckt und wie es BMW mit dieser Technologie geschafft hat, den CO2-Ausstoss laufend zu reduzieren. Anschliessend wurde in einem kurzen Thorieteil erläutert, was Über-und Untersteuern bedeuten und wie man in der jeweiligen Situation reagieren soll. Zudem wurde auch auf den Reifen und die Kräfte, welche auf ihn wirken, eingegangen. Fazit des Theorieteils ist, dass die elektronischen Helferchen zwar bei kleinen Fahrfehlern helfen, aber die Grenzen der Physik nicht überschritten werden dürfen.

Nach dem kurzen, aber nützlichen Theoriekurs durfte ich auf die Piste. Als erstes stand das Slalomfahren auf nasser Piste auf dem Programm. Für alle Übungen sind die BMW Fahrzeuge übrigens dank Heckantrieb besonders geeignet. Beim Slalomfahren ist die Blicktechnik entscheidend. Den Blick vom Hindernis abwenden und dorthin schauen, wo man ausweichen möchte (anstatt das Hindernis im Auge zu behalten!), ist der Schlüssel zum Erfolg. Um die Stabilität beizubehalten, darf nur moderat beschleunigt werden. Selbstverständlich meisterte der Z4 diese Übung dank tiefem Schwerpunkt am besten, der 1er geriet nach meinem Empfinden am schnellsten ins Schleudern.

Die nächste Übung bestand aus einer Notbremsung auf nassem Grund aus Tempo 50 mit anschliessendem Ausweichen einer senkrechten Wasserfontäne mit einer kleinen Lücke. Hier stand das schnelle Reagieren im Zentrum: Je schneller man auf die Bremse tritt, umso mehr Zeit bleibt einem, um nach der Lücke zu suchen und sie anzusteuern, was dank ABS problemlos möglich ist.
Alle BMW Modelle haben bewiesen, dass sie äusserst bissfreudige Bremsen installiert haben.

Notbremsung Stufe 2: Kein Ausweichmanöver mehr, dafür Geschwindigkeiten bis zu 80 km/h, das Ganze ebenfalls auf nassem Boden. Auch hier zeigte sich erneut das souveräne Bremsverhalten aller BMW Modelle.
Diese Übung beinhaltete auch eine Punktbremsung, das heisst, an einem bestimmten Punkt zum Stillstand kommen, aber ohne die Bremswirkung zu dosieren. Es musste also der Punkt gewählt werden, wo das Einleiten einer Vollbremsung zum Stillstand am gewünschten Punkt resultierte. Das war nicht gerade die einfachste aller Übungen, da man kaum Zeit hatte, die Wagen richtig kennenzulernen.

Die spassigste Übung folgte am Schluss. Auf einem grosszügig dimensionierten Kreisel musste möglichst schnell gefahren werden. Wenn das Heck auszubrechen drohte, musste man versuchen, es wieder einzufangen. Anfangs war das, dank Traktions- und Stabilitätskontrolle eine recht einfache Sache. In einem ersten Schritt wurde dann die Traktionskontrolle ausgeschaltet und das Auto driftete bereits viel wilder herum. Am Schluss wurde dann auch noch die Stabilitätskontrolle ausgeschaltet und jetzt wurde es richtig lustig, denn das Gaspedal durfte nur noch gestreichelt werden, ansonsten hat einem das Heck schneller überholt, als einem Lieb ist. Wer es im Griff hatte, konnte mit einem einzigen, feinen Drift den ganzen Kreisel umfahren.
Ich persönlich hatte mit dem 1er an dieser Übung am wenigsten Probleme. Der Z4 ist durch die hohe Leistung schwieriger zu beherrschen, sobald das Heck ausgebrochen ist.

Die BMW Drive Days bieten nicht nur Fahrspass in neuen BMW Modellen, sondern es werden auch Techniken geschult, welche im Alltag bei brenzligen Situationen die Sache entschärfen können. Ausserdem lernte man den Slogan “Freude am Fahren” zu verstehen. 😉

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