Porsche 911 – Die Legende lebt weiter

Porsche 911 – Die Legende lebt weiter

Es gibt ihn seit 48 Jahren. Und seit 48 Jahren spaltet er die Meinungen. Während ihm die einen staunend hinterherschauen, wenden sich andere von ihm ab. Doch er ist die Ikone des Sportwagens schlechthin. Seit dem 3. Dezember 2011 macht die siebte Generation von ihm die Strassen unsicher, doch sein Vorbild ist nach wie vor sein Urgrossvater aus dem Jahre 1963.

Die Rede ist vom neuen Porsche 911, der Porsche-intern als 991 bezeichnet wird. Er ist das Auto, das mehr als jedes andere den Sportwagen verkörpert. Doch so beeindruckend Porsche Autos bauen mag, so verwirrend ist die Modellbezeichnung dieser Marke. Deshalb hier einen Abstecher in den Modelldschungel des Porsche 911:

Der Porsche 911, auch “Neunelfer” oder “Elfer” genannt, ist das Vorzeigemodell von Porsche. Der Modellname blieb immer gleich, doch änderte sich die interne Bezeichnung mit jeder Generation:

  • 1. Generation: 911
  • 2. Generation: G-Modell
  • 3. Generation: 964
  • 4. Generation: 993
  • 5. Generation: 996
  • 6. Generation: 997
  • 7. Generation: 991
Darüber hinaus gibt es den 911er in diversen Varianten. Der verbreitetste ist der Carrera. Es gibt ihn als normalen Carrera, Carrera 4, Carrera S, Carrera 4S, Carrera GTS und Carrera 4 GTS. Jede Variante gibt es wahlweise als Coupé oder als Cabrio.
Zu den Carrera Modellen gesellen sich noch ein Targa 4 und Targa 4S sowie ein Turbo und Turbo S. Der rennstreckentauglichste ist der 911 GT3 RS. Das S-Modell ist leistungsfähiger als das normale Modell und das GTS- Modell leistungsfähiger als das S-Modell. Die 4 steht für Allradantrieb anstelle des Heckantriebs. Beim Targa besteht das ganze Dach aus Glas – der Kompromiss zischen Coupé und Cabrio. Die Turbo Modelle sind die Leistungsfähigsten. Der GT3 RS konzentriert sich auf das wesentliche, da er mehr für den Rennstreckeneinsatz konzipiert wurde. Nichtsdestotrotz besitzt er eine Strassenzulassung.
So, zurück zum aktuellen 911er. Porsche ist dem Prinzip des Boxer-Heckmotors treu geblieben. Auch äusserlich zeigten sich die Designer äusserst zaghaft, viel mehr als ein Facelifting ist nicht erkennbar. Trotzdem strotzt der 911er vor Neuerungen. Allen voran das Getriebe: Der Porsche 991 ist das erste Auto überhaupt, welches ein manuelles Sieben-Gang-Getriebe mitbringt. Dieses soll zusammen mit einer Start-Stopp Automatik, verbesserten Leichtbauweise und Aerodynamik zu einem geringeren Verbrauch führen. Natürlich ist auch ein Automatik-Doppelkupplungsgetriebe gegen Aufpreis erhältlich. Eine weitere grosse Änderung ist das Fahrverhalten. Der Porsche 911er galt lange Zeit als schwer beherrschbar, der immer zum Untersteuern neigt. Diese Zeiten sind nun endgültig vorbei. Der neue 911er lässt sich nun mühelos geradeaus steuern und fährt wie auf Schienen um Kurven. Ausserdem steht da klein und unschuldig die Porsche Dynamic Chassis Control (PDCC) in der Aufpreisliste. Diese Technologie reduziert Wankbewegungen in schnell gefahrenen Kurven. Die Fahrleistungen der Modelle sind allesamt leicht angestiegen, beginnend bei 345 PS (Targa) bis hin zu 530 PS (Turbo S).
Doch für die breite Masse ist der 911er nicht, war es nie und wird es auch nie sein. Unter 119’800 CHF läuft gar nichts. Und auch damit ist man noch lange nicht am Ziel, denn die Liste der optionalen Verführungen ist über 50’000 CHF lang.
Laut Porsche ist der 991er mit Abstand der beste 911 aller Zeiten – die Frage ist, wie lange wohl. Denn die achte 911er Generation ist bereits in Planung.
Porsche 911
Der neue Porsche 911 ist optisch nur im Detail verändert worden, jedoch hat die Technik grosse Sprünge gemacht.

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