Miteinander statt gegeneinander

Stellt euch vor, ihr fährt mit dem Auto – mehr oder weniger entspannt –  von der Arbeit nach Hause. Es ist Rush Hour, der Verkehr läuft mehr schlecht als recht. Plötzlich setzt euer Vordermann den Blinker nach links und fängt an zu bremsen, da er abbiegen möchte. Da er keinen Vortritt hat, muss er entweder auf eine Lücke oder eine gute Seele warten, die ihn passieren lässt. Da jedoch alle im Gegenverkehr möglichst schnell nach Hause wollen, bleibt er eine gefühlte Ewigkeit vor euch stehen und hinter ihm bildet sich eine lange Kolonne…

Standard auf unseren Strassen während den Stosszeiten? Das muss nicht sein! Liebe AutofahrerInnen, es liegt an euch selber, die Situation angenehmer zu gestalten. Wer Vortritt hat, muss ja nicht immer stur darauf bestehen. Einfach einmal kurz anhalten und den Linksabbieger passieren zu lassen, ist keine Schande. Nebst ihm dankt auch die ganze Kolonne, welche seinetwegen warten musste. Ausserdem wird niemand Zeit verlieren, wenn er jemanden durchlässt, denn schon bald hat man wieder zum Vordermann aufgeschlossen. Das geht Hand in Hand mit “sich in die Lücke würgen” oder “anderen vor die Nase fahren”. Wenn andere einem den Vortritt gewähren, muss man sich nämlich nicht in eine zu kleine Lücke quetschen. So banal es auch klingt, es sind immer die kleinen Dinge, welche einem im Alltag ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Doch es gibt noch viele andere gute Dinge, die man im Strassenverkehr machen kann. Zum Beispiel den Abstand – insbesondere auf der Autobahn – einzuhalten, denn egal wie nahe man am Heck des Vordermanns klebt, schneller wird es nicht gehen. Stattdessen strapaziert man bloss die Nerven des anderen und die eigenen. Und wer genervt ist, macht mehr Fehler, welche allerdings auf der Autobahn bei dichtem Verkehr fatale Folgen mit sich ziehen können.

Worauf ich hinaus will ist, dass Autofahrer ihr teilweise egoistisches Denken und Verhalten abschalten sollten. Freundlichkeit schätzt man auch auf der Strasse und ein rücksichtsvoller Umgang untereinander macht die Fahrt zu Stosszeiten für jeden angenehmer. Darüber hinaus verursacht man weniger Unfälle, wenn man entspannt anstatt genervt und gestresst unterwegs ist. Also denkt daran, wenn es das nächste Mal nicht ganz rund läuft: Keep Smiling! Ihr tut euch selbst und den anderen einen Gefallen. 🙂

2 thoughts on “Miteinander statt gegeneinander

  1. Du hast hier einen guten Aufruf gestartet den ich selber gerne lebe. Viele Leute danken Dir auch, dann kommt man trotz Rushhour gut gelaunt zu Hause an 🙂
    Grüess us Wil SG

  2. Was ich besonders schlimm finde und immer wieder beobachten muss ist, dass die meisten Leute weder das Bilden einer Rettungsgasse, noch das Reißverschluss-Verfahren beherrschen… Hier finde ich den egoismus auf deutschen STraßen besonders schlimm 🙁

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