Jaguar XJR575: Gedopter Gentleman

2017 Jaguar XJR575

Wieder einmal wurde ein Auto auf den Markt gebracht, das versuchen will, zwei Welten miteinander zu verbinden. Bei welchem Faszination und Wahnsinn sehr nahe beieinander liegen. Ladies and Gentlemen, begrüsst zusammen mit mir den Jaguar XJR575, der alleine mit seiner giftigen Lackierung in Velocity Blue klar macht, wer hier das Sagen hat. Ob die letzte Eskalationsstufe von Jaguars Luxuslimousine Ehrfurcht oder ein müdes Lächeln gebietet, das lässt sich nicht so einfach beantworten…

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Femme fatale: Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio

2017 Alfa Romeo Giulia QV

Wer im Ausgang einer sehr attraktiven Frau begegnet, den verlässt schnell der Mut, wenn man nicht mit einem besonders ausgeprägten Selbstbewusstsein gesegnet ist. «Die ist doch eh vergeben», oder «bei der habe ich nicht mal den Hauch einer Chance», dürften die häufigsten Zweifel sein. Auch bei der Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio hat man sofort das Bedürfnis, ihre Rundungen zu berühren und intim mit ihr zu werden. Doch die muskulösen Kotflügel und fast schon lasziv angeordneten Endrohre machen kein Geheimnis daraus, dass Giulia mit einer harten Hand geführt werden will. Wer allerdings seine Berührungsängste überwinden kann, hat mit der temperamentvollen Italienerin nicht nur eine begnadete Tänzerin an seiner Seite. Auch die neidischen und bewundernden Blicke der anderen sind einem gewiss.

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Optische Täuschung: Renault Talisman

Renault Talisman

Kombi-Land hin oder her, ich finde, eine Limousine macht einfach mehr her. Der Kombi wirkt stets pragmatischer, selbst wenn er als extravaganter Shooting Brake oder als immer noch hübsch gezeichneter Grand Tour daherkommt. Aber denken wir nur mal ans Kino. Wann immer eine wichtige Person vorfährt, aus was für einem Wagen steigt sie aus? Richtig, aus einer Limousine. Die Renault Talisman Limousine habe ich auf Anhieb durchschaut. Von Anfang an war mir klar, was ich von diesem Auto erwarten konnte – und was nicht. Meine Vermutungen haben sich durchgehend bestätigt. Trotzdem bleibt eine Frage unbeantwortet…

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Rechenleistung: Mercedes E-Klasse

Mercedes E-Klasse

Es ist schon krass, wie die Zeit und die Entwicklung voranschreiten. Vor 3,5 Jahren hatte ich das erste Mal ein Auto mit Abstandstempomat. Ich war hin und weg, für mich war es DAS Assistenzsystem schlechthin. Und heute? Abstandstempomat? Tzz, das ist für die neue E-Klasse kalter Kaffee. Die elegante Limousine schlägt das nächste Kapitel auf, was teilautonomes Fahren betrifft. Im Rahmen meiner Bachelorarbeit, die sich mit autonomen Fahren befasst, hatte ich ein Gespräch mit einem Experten, der mir gesagt hat, dass dereinst der Antrieb eines Autos völlig egal ist. Innerlich schüttelte ich dabei den Kopf. Doch seit ich die E-Klasse gefahren bin, muss ich ihm recht geben. Dieser Test war nicht nur technisch eine neue Erfahrung, ich habe das Auto auch anders wahrgenommen, als ich es sonst tue.

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Rammbock im Businessanzug: Maserati Quattroporte GTS

Maserati Quattroporte GTS

Seit jeher bin ich auf meinem Blog der Seele des Autos auf der Spur und noch nie bin ich von einem Auto derart getäuscht worden, wie vom neuen Maserati Quattroporte GTS. Er vermittelt meinem Auge Werte, die nicht so Recht mit den Werten harmonieren wollen, die ich während dem Fahren festgestellt habe. Er erinnert mich an die Hauskatze eines guten Kollegen. Sie blickt einem süss an, man denkt, sie erwarte eine Streicheleinheit und sobald man ihr zu nahe kommt, erntet man einen Faucher, als sei man ihr auf den Schwanz getreten. Den Quattroporte stuft man ebenfalls eher gutmütig ein. Doch auch seine Reaktion kommt überraschend…

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Jaguar Erlebnis der neuen Art

Jaguar AWD

Das Leben ist echt nicht fair. Da muss ich den XF zurückgeben und darf prompt nochmal Jaguar fahren. Mittlerweile ist nämlich jedes Modell von Jaguar mit dem in der Schweiz äusserst beliebten Allradantrieb verfügbar und das möchten die Briten demonstrieren und verbreiten. Aber: Die grösste Spassmaschine, den F-Type, hat Jaguar leider nicht vor Ort. Also wirklich! Doch der Spass kommt dennoch nicht zu kurz. Ich konnte das Fahren auf der «falschen» Seite erleben, den direkten Unterschied zwischen dem kleineren XE und dem grösseren XF erfahren sowie das sportliche Multitalent F-Pace in der schärfsten Ausführung auf eine Spritztour entführen. Es gibt also viel zu erfahren!

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Jaguar XF: Business fürs Herz

Jaguar XF

Kennt ihr das Gefühl, dass ihr etwas (oder natürlich auch jemanden) so sehr mögt, dass ihr bereitwillig über die Schwächen hinwegschaut? Ich persönlich beispielsweise mag den XF so sehr, dass ich, das entsprechende Kleingeld vorausgesetzt, bereit wäre, ihn zu kaufen und über seine Schwächen hinwegzusehen. Es liegt im Ermessen jedermanns, zu beurteilen, wie einschneidend besagte Schwächen sind. Fakt ist, dass ein Jaguar immer Fahrfreude und auch ein Gefühl von Individualität und Exklusivität vermittelt. Fakt ist aber auch, dass sich der XF Patzer leistet, die in dieser Preisklasse eigentlich nicht mehr zu tolerieren sind.

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Hyundai Genesis: Der Mittelstand strebt nach Höherem

Hyundai Genesis

Man mag es kaum glauben, aber es ist tatsächlich ein Hyundai Logo, was am Heck dieses 5-Meter-Schiffes prangt. Der Grund, warum ihr diesen koreanischen Luxusliner wahrscheinlich noch nie gesehen habt, ist simpel: Er ist in der Schweiz nicht erhältlich – zumindest nicht auf dem offiziellen Weg. Meiner Meinung nach sehr bedauerlich. Ich mag sportliche Autos wirklich sehr und Hyundai kann noch so oft betonen, dass der Genesis eine Sportlimousine sei: er ist es nicht, er ist ungefähr so handlich, agil und präzise wie ein Frachtkahn. Trotzdem habe ich dieses Auto ins Herz geschlossen. Aber ich habe ohnehin einen Hang zu Exoten.

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Jaguar XE S: Schnurrende Katzen machen glücklich

Jaguar XE S

Es ist ein Montag, 5 Uhr morgens, der Wecker klingelt mich unbarmherzig aus dem Bett. Da der Stundenplan für diesen Tag prall gefüllt ist, sehe ich mich gezwungen, den Wechsel vom Range Rover Hybrid zum Jaguar XE S frühmorgens zu erledigen (was ich für meine Leserschaft alles mache…). Doch der Start ist harzig. Erstmal gilt es, eine fingerdicke Eisschicht vom Range abzukratzen. Anschliessend setze ich mich völlig durchgefroren hinters Steuer und stellte fest, dass die Aussenspiegel nicht in der Lage sind, auszuklappen – alles festgefroren! Ich will das Fenster runterlassen, um (zumindest den linken) Spiegel von Hand zu richten: Denkste. Das Fenster ist ebenfalls zugefroren. Dann eben nicht! Bin ich halt mit eingeklappten Spiegeln losgefahren. Übersicht wird eh völlig überbewertet. Am Ziel angekommen wartet ein zugeschneiter und zugefrorener XE S auf mich. Na dann: Heissen wir den Winter herzlich willkommen!

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Der Infiniti Q70 stellt sich einer hohen Messlatte

Infiniti Q70

Der Infiniti Q70 hat es alles andere als leicht. Da wären zum einen die Präferenzen des Schweizer Markts. Eine Limousine mit Heckantrieb zu verkaufen, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Zum anderen ist da meine bisherige Erfahrung mit dem Infiniti Q50. Der Q50 ist eines der genialsten Testautos gewesen, die ich jemals gefahren bin. Die Erwartungen an den Q70 – vor allem, da er in der Hierarchie über dem Q50 steht – sind daher entsprechend hoch. Da ist es ein Glück für den Q70, dass er als Sportvariante in Midnight Blue zum Test antritt, denn so bin ich erst einmal von seiner sportlich-eleganten Optik geblendet. Ich hoffe doch wirklich, dass ich nicht enttäuscht werde.

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Ford Mondeo: Eile mit Weile

Ford Mondeo

Der Ford Mondeo verkehrt endlich auf unseren Strassen und auch wenn das Thema mittlerweile ausgelutscht ist, einmal muss es noch erwähnt werden: Es ist höchste Zeit. Über ein Jahr Verspätung hat der neue Mondeo und weil die Konkurrenz nicht schläft, fürchtete ich, dass Ford ein neues, altes Auto an den Start bringt. Gott sei Dank ist dem jedoch nicht so, im Gegenteil, der Mondeo braucht sich überhaupt nicht zu verstecken, optisch schon gar nicht.

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Maserati Quattroporte Diesel: Spiel mit der Vernunft

Maserati Quattroporte

Maserati – wo das Gaspedal zum Taktstock wird. Wer kennt sie nicht, die Symphonien, welche die V8-Aggregate aus unserem südlichen Nachbarland von sich geben. Emotionen pur, kein Vergleich mit einem Dieselmotor. Moment. Maserati und Diesel?! Das habe ich mir im ersten Moment eben auch gedacht. Aber dann ist mir in denn Sinn gekommen, dass auch Jaguar im XF Sportbrake ausschliesslich Dieselmotoren anbietet und die Welt deswegen nicht untergegangen ist. Maserati will den Absatz massiv erhöhen und um eine breitere Klientel anzusprechen, muss eben auch ein Diesel ins Portfolio – insbesondere für den europäischen Markt. Wieviel Sportwagen steckt im Quattroporte? Und wie viele Emotionen müssen der Vernunft weichen?

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Mercedes C-Klasse: Künstliche Intelligenz am Steuer

Mercedes C-Klasse

Die Längsverstellung des Sitzes ist manuell. Ein Schiebedach ist nicht vorhanden. Und – komischer Gedanke im Dezember, ich gebe’s zu – klimatisiert sind die Sitze ebenfalls nicht. Wie schäbig! Ein Minimum an Luxus darf man doch von einem Mercedes erwarten?!
Kleiner Scherz am Rande. Erstens: Selbstverständlich sind die oben erwähnten, dem Testwagen vorbehaltenen Annehmlichkeiten, in den Tiefen der Aufpreisliste zu finden. Zweitens: Alle anderen erdenklichen und unerdenklichen Schikanen hat Mercedes der C-Klasse mitgegeben. Mittelklasse? Die Mercedes C-Klasse spielt locker in der First Class. Was man da fährt, ist ein Stückchen Zukunft. Wer keine Hot-Stone-Massage und einen halben Liegesessel im Fond benötigt, um Staatsoberhäupter zu transportieren, kann getrost auf die S-Klasse verzichten. Die C-Klasse hat mich sogar für einen kurzen Moment sprachlos gemacht – und ich dachte, mittlerweile habe ich als Autoblogger schon alles erlebt, was es zu erleben gibt. Tja, ich bin eben doch noch ein Greenhorn.

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Hemdsärmliger Sportler: Subaru WRX STi

Er kostet 500 Franken Aufpreis, ohne irgendwelchen praktischen Nutzen zu bieten. Er polarisiert und reizt die Gemüter. Er behindert die Sicht nach hinten. Und trotzdem: Der monströse, liebevoll «Frittentheke» genannte Heckspoiler gehört zum WRX STi, wie der symmetrische Allradantrieb zu Subaru gehört. Es ist sein Markenzeichen, seine Identität, sein Stolz – ein WRX STi ohne Heckspoiler ist in meinen Augen kein echter WRX STi. Hätte Subaru mir einen Testwagen ohne Spoiler versprochen, ich hätte ihn nicht angenommen. 😉
Das zweite schlagkräftige, jedoch im Basispreis inbegriffene Argument, ist der altbekannte 2,5-Liter Boxermotor. Mit seinem grummelnden, unverkennbaren Boxer-Sound macht er dem stärksten Subaru ordentlich Feuer unter dem Hintern. Eines vorneweg: Es gibt weitaus modernere, zeitgemässere Autos mit demselben Spasspotential wie jenes vom WRX STi. Aber genau deswegen, weil der charismatische Japaner so anders und auf seine Weise hart, aber doch herzlich ist, muss man ihn mögen – und zwar mit Heckspoiler.

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Kia Optima: Mehr Sein als Schein

Kia Optima

Der Kia Optima ist auf meinem Blog ein alter Bekannter, denn die Hybrid-Version wurde schon einmal von mir getestet, wobei das Auto zwar durchaus positiv angekommen ist, aber doch Verbesserungspotenzial bot. Jetzt ist das Facelift-Modell da und die grösste Neuerung ist, dass der Optima auch als Diesel (wie im Test) erhältlich ist. Beim Namen Optima denkt man unweigerlich an “optima(l)” – ist der Kia Optima wirklich so optimal, wie sein Name indirekt verspricht?

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Infiniti Q50S Hybrid: It’s magic

Infiniti Q50S Hybrid AWD

Ausnahmsweise muss in diesem Fahrbericht etwas weiter ausgeholt werden, um den Testkandidaten vorzustellen. Es entspricht nämlich der traurigen Tatsache, dass die Automarke Infiniti manchen Leuten kein Begriff ist. Also: Infiniti wurde 1989 als Nissans Luxusmarke gegründet und ist ähnlich positioniert wie Toyotas Edelmarke Lexus. Seit 2008 ist Infiniti auch in Europa präsent, wobei 2013 die Netzwerkstrategie (dazu am Schluss mehr) geändert und gerade mal 83 Neufahrzeuge zugelassen wurden. Zum Vergleich: Immerhin 190 Maseratis fanden im letzten Jahr den Weg auf unsere Strassen. Der Q50S Hybrid zeigt aber, welches gewaltige Know-how in der Marke steckt. Ein gleichermassen faszinierendes wie charakterstarkes Auto, das mit dem Antrieb, der rein elektronischen Steer-by-Wire Lenkung und den Assistenzsystemen nicht nur überzeugt, sondern übertrumpft.

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Chevrolet Malibu: Ferienstimmung

chevrolet malibu

Schon der Name lädt zum Verweilen ein: Malibu. Wer assoziiert das nicht mit Strandferien oder erfrischenden Cocktails? Wenn man sich den Malibu anschaut, so verbindet man ihn mit einer langen, komfortablen Reise, dessen Ziel durchaus etwas mit Strand und den erwähnten Cocktails zu tun haben könnte.
Der Malibu ist in Amerika als sogenannter Mid-Size-Sedan (Mittelklasse Limousine) etabliert wie hierzulande der Golf. Seit 2012 wird er auch in Europa angeboten, um mit einem günstigen Preis in der Mittelklasse mitzumischen. Technisch steht er auf derselben Plattform wie der Opel Insignia, wird aber ausschliesslich als Limousine angeboten. Bietet er also genügend Argumente, um sich auch auf dem anspruchsvollen europäischen Markt durchzusetzen und die Vorurteile gegenüber amerikanischen Autos zu widerlegen?

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