In gewissen Kreisen ist Tesla-Bashing derzeit in und die abwärts zeigenden Verkaufszahlen in Europa befeuern dies. Doch das hat politische Gründe und auf meinem Blog geht es nicht darum, was Elon Musk treibt, sondern darum, wie die Autos performen. Das neue Tesla Model Y Performance unterstreicht einmal mehr, warum Tesla bei Elektroautos nach wie vor führend ist. Mittlerweile gibt es für das E-SUV der Amerikaner Konkurrenten wie Sand am Meer, aber das Model Y Performance fährt beinahe alles in Grund und Boden – und das nicht nur aufgrund der sensationellen Fahrleistungen. Technisch ist Tesla top und die Qualitätsmängel von früher sind mittlerweile ebenfalls behoben. Und für alle Fahrenthusiasten: In kaum einem E-SUV ist echte Fahrfreude möglich – das Model Y Performance hat mich diesbezüglich echt überrascht!
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Lotus Emeya 900: Unberechenbarer Gentleman
Man könnte ein Buch darüber verfassen, wieso ein Auto wie der Emeya, ohne Insassen fast 2,6 Tonnen schwer, den Lotus-Badge trägt. Aber das ist ähnlich wie die ewige Grundsatzdiskussion, ob Elektro oder Verbrenner besser ist – beides hat hier schlicht keinen Platz, stattdessen werden die Autos von mir auf Herz und Nieren getestet. Eine kurze Einordnung erlaube ich mir dennoch. Lotus, eigentlich weltberühmt für puristische, kleine und messerscharfe Sportwagen, wurde 2017 vom chinesischen Konzern Geely übernommen mit der Strategie, luxuriöse Hochleistungs-Elektroautos zu bauen. Besagte Chinesen führen übrigens unter anderem auch Volvo und Polestar. Grund für die Übernahme war, dass die Briten einmal mehr arg in wirtschaftliche Schieflage geraten sind. Eine Zukunft wie bis anhin war schlicht nicht mehr tragbar und es ist nachträglich einfach, über die Situation zu motzen. Tatsache ist aber, dass jeder Petrolhead, der finanziell überdurchschnittlich gut aufgestellt ist, mitschuldig an der Misere ist. Hätte nur jeder Zehnte, der sich aufgrund der Alltagstauglichkeit für einen Porsche Cayman entschieden hat, stattdessen einen Lotus gekauft, wäre der Lauf der Zeit wahrscheinlich ein anderer gewesen. So, nun habe ich aber genug ausgeholt. Schliesslich geht es hier und heute um den Emeya, aber so viel kann ich schon verraten: Nicht nur in der Geschichte von Lotus gibt es Auf und Abs, sondern auch in diesem Review.
Hyundai Ioniq 5 N: Der Petrol-Stromer
Ohne gross Spannung aufzubauen, möchte ich gleich zu Beginn anerkennen, dass sämtliche Berichte und Behauptungen zum Hyundai Ioniq 5 N wahr sind: Das erste elektrische Performance-Modell von Hyundai ist tatsächlich die Fahrspass-Maschine, von der alle reden. Auch mir ist noch nie ein derart unterhaltsames Elektroauto untergekommen und ich sage ganz bewusst unterhaltsam, denn niemand, auch Hyundai selber, behauptet, dass der Ioniq 5 N so was wie der schnellste Vertreter seiner Klasse ist. Natürlich ist der hochpotente Stromer schnell, doch seine Hauptstärke liegt nicht in der reinen Kraft. Doch obwohl der Wagen dickes Lob von Fahrenthusiasten einheimsen kann, bleiben gewisse Schwächen oder zumindest Fragezeichen angesichts der Gegenwart und Zukunft von sportlichen Elektroautos bestehen, die auch der jüngste Wurf von Hyundai nicht aus der Welt zu schaffen vermag.
Audi RS 7 Performance: Weil man nicht genug haben kann
Ist ein Audi RS 7 nicht performant genug? Nun, Tuner ABT wie auch andere Veredler liefern mit ihren Kreationen die deutliche Antwort: Mehr geht immer und wird auch nachgefragt. Nun liefert Audi selbst nach. Der Audi RS 7 Performance hebt die Power an und sorgt mit weiteren Modifikationen für ein agileres und vor allem aggressiveres Handling. Während sich der Wagen an die Grenzen der Physik herantasten, geht das Ganze aber zulasten des Komforts. Ausserdem ist die RS-Endstufe noch lange kein all-inclusive Angebot.
Polestar 2 BST Edition 270: Spezielles Auto für spezielle Fahrer
Polestar festigt seinen Ruf als Hersteller von Performance-Autos und schärft den Polestar 2. Eine Leistungsspritze sowie diverse Modifikationen an Bereifung, Bremse und Fahrwerk heben die fahrdynamischen Fähigkeiten des schwedischen Stromers auf ein höheres Niveau. Leider belassen es die Schweden bei einer Kleinserie. Bleibt zu hoffen, dass dieses Auto den Weg zu echten Fahrenthusiasten findet, denn es braucht schon einen entsprechenden Fahrstil, um einen Mehrwert dieses Sondermodells zu spüren.
Tesla Model Y Performance: Highend E-Performance
Das Tesla Model Y Performance ist eine schöne Veranschaulichung, wie sehr sich Tesla einerseits verbessert hat und wie sehr es andererseits matchentscheidend ist, ob das Auto von Anfang an und ausschliesslich als Elektroauto konzipiert ist. Zwar ist das Model Y nicht wirklich kompakt, aber was die Amerikanier hier an Raum anbieten, lässt auch deutlich grössere SUVs vor Neid erblassen – ganz abgesehen davon, dass sie dem Model Y Performance nicht hinterher kommen würden, weder in der Beschleunigung, noch von der Konnektivität her.