Neue Autos, die nicht mindestens drei Organe kosten, machen keinen Spass mehr. Die Gründe sind vielschichtig, aber der von der EU erzwungene Elektro-Kurs, die Kastration des Verbrenners sowie der grassierende Assistenzwahn sind sicherlich drei triftige Gründe. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel – und der Nissan Z ist eine der wenigen Perlen, die man heute als Neuwagen-Fahrmaschine kaufen kann. Dank gebührt hier aber nicht nur den Japanern, dass sie diesen anachronistischen Sportwagen bauen, sondern dem Importeur All.Cars. Unermüdlichen Enthusiasten wie ihnen ist es zu verdanken, dass der Nissan Z via Amerika eine Schweizer Zulassung bekommt, denn Nissan Schweiz importiert den Wagen nicht. Um es gleich vorwegzunehmen: All das neumodische Zeugs ist im Z vorbeigegangen. Er ist auch nicht das Skalpell, das auf der Nordschleife einen Rekord in den Asphalt brennt. Hier zählt Feeling – und genau das ist es, wonach sich Fans vom Z, aber auch Fahrenthusiasten allgemein, so sehr sehnen. Im Japaner gibt es die volle Breitseite davon plus die Erinnerung, dass Autos aus dem letzten Jahrzehnt einfach geiler sind!
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Italienische Moral: Fiat 124 Spider
Es ist kein Geheimnis, dass der Fiat 124 Spider, der einen grossen Namen bei Fiat wieder belebt, eigentlich technischer Bruder des Mazda MX-5 ist. Umso erfreulicher ist es zu sehen, dass die Italiener ihrem Roadster nicht nur optisch eine grosse Eigenständigkeit verleihen, sondern der Fiat und der Mazda ihren Fahrer allgemein ganz unterschiedlich ins Geschehen einbetten. Oder um es weniger abstrakt auszudrücken: Während der japanische MX-5 völlig bestrebt und pflichtbewusst auch harte sportliche Einsätze mit grosser Motivation angeht, verfügt der Fiat eher über eine italienische Lässigkeit.