Meinem geschulten Auge fallen bezüglich Autodesign sofort alle Eigenschaften auf. Ob ein Modell zur sportlichen Sorte gehört, erkennt man in der Regel an mehr oder weniger Details. Im Falle des Ford Focus ST sind es aber ganz klar weniger Details. Ohne die ST-Logos vorne und hinten und dem speziell geformten Endrohr hätte selbst ich grosse Mühe, den Focus als ST zu erkennen. Insbesondere in weiss sieht er extrem brav aus und wer den ST mit einem normalen Focus vergleicht, fragt sich zu recht, wo denn da die Unterschiede liegen. Doch fahrdynamisch sind die Unterschiede frappant. Der Focus ST gehört selbst unter den Hot Hatches zur wilderen Sorte.
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Ford Focus trifft auf verwöhntes Einzelkind
Es wird Zeit, ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern. Ich bin ein Einzelkind. Einzelkinder sind in der Regel verwöhnter, als Kinder mit Geschwister und ich glaube, ich mache diesbezüglich keine Ausnahme. Da ich meinen Autoblog ganz alleine führe, stehen mir die Testautos jeweils auch ganz alleine zur freien Verfügung – ganz im Gegensatz zu einer Redaktion, wo mehrere Tester ein Auto fahren und beurteilen. So entsteht bei mir das Gefühl, dass das Testauto jeweils “mein” Auto ist, zumindest während der Testdauer. Diese Bindung ermöglicht auch die ausführlichen und persönlichen Reviews. Insofern trifft sich das ja hervorragend, dass ich als Einzelkind die Autos für mich habe. Der Ford Focus Testwagen vermag meine Einzelkind-Ansprüche allerdings nicht zu erfüllen. Da kann aber weder Ford als Marke, noch das Auto an sich etwas dafür. Wie das?
Halbzeit beim Hyundai i30: Die Entdeckung des Turbobenziners
Ich könnte jetzt die böse Frage in den Raum stellen, ob die junge Dame, oder der neue Hyundai i30 Turbo schärfer ist. Mache ich aber nicht, zumal ich die Dame im Gegensatz zum Auto nicht «getestet» habe… Spass bei Seite. Der neue i30 Turbo, das Highlight des Facelifts, könnte tatsächlich junge Leute zur Marke locken. Bisher war der i30 eher ein Grossvater-Auto. Wie scharf ist der Turbo? Und wie neu ist der i30 nach dem Facelift?
Kia Soul EV: Cooler Stromkasten
Ich mag die Abwechslung. Durch mein Hobby bin ich stets mit anderen Autos unterwegs und geniesse es, stets neue Erfahrungen machen zu dürfen. Doch ich freue mich auch, wenn ich alte Bekannte wieder treffe. So auch beim Kia Soul EV, denn den Soul mit Dieselantrieb habe ich bereits kennen gelernt und obwohl der Antrieb und der Preis mir nicht so ganz gefallen haben, habe ich doch einiges an Lob für den Soul ausgesprochen. Jetzt bietet Kia ihn auch als reinen Stromer an. Das ändert natürlich einiges an den Punkten Antrieb und Kosten. Fährt sich der elektrische Soul besser als sein Verbrennungs-Pendant? Und vor allem: Wie sieht’s mit den Kosten aus?
Nissan Pulsar: Geiz ist nicht geil
Seit Anfangs 2011, als der Nissan Tiida eingestellt worden ist, ist Nissan in der Kompaktklasse nicht mehr vertreten. Jetzt melden sich die Japaner mit dem expressiven Pulsar zurück. Optisch überzeugt der japanische Neuling auf Anhieb, aber um in der hart umkämpften Kompaktklasse erfolgreich zu sein, reicht hübsch sein bei weitem nicht aus. Wie bereits im letzten Jahr beim Qashqai, werde ich auch beim Pulsar überprüfen, ob das Versprechen auf der Weihnachtskarte von Nissan eingehalten wird – und natürlich, was der Pulsar sonst noch so auf dem Kasten hat.

Mazda 3: Tiefe Verbundenheit
Papier ist geduldig. Wie üblich übertreffen sich die Markentingspezialisten in ihren Floskeln und Behauptungen gerne selber. Auch Mazda ist bezüglich ihres Kompakten keine Ausnahme. «Einheit von Fahrer und Fahrzeug», «knackiges Schaltgefühl à la Mazda MX-5», «perfekt ausbalanciert», um nur einige Auszüge zu nennen. Vielmehr als heisse Luft, oder, im Falle der Pressemappe, schwarze Tinte steckt häufig nicht dahinter, denn wo wären die Spannung und der Wettbewerb, wenn wirklich alle Modelle so perfekt wären, wie es das Marketing gerne hätte? Doch der Mazda 3 ist verblüffend gut, denn er haltet die meisten Versprechen tatsächlich ein.
Französische Revolution: Citroën C4 Cactus
Es muss ein lauer Sommerabend gewesen sein. Den Kopf voller Probleme, wie beispielsweise Leichtbau, CO2-Reduktionen, Kosteneinsparungen, etc. haben Citroëns Ingenieure beschlossen, für einen kurzen Moment abzuschalten, um miteinander ein kühles Bier zu geniessen und über Gott und die Welt zu sinnieren. Wie so oft wurde schnell aus einem Bier zwei, drei, vier und einer der guten Herren hatte zufälligerweise sicher auch noch ein paar Gramm Gras dabei. Die Ingenieure genossen den Moment des erweiterten Bewusstseins, als einem die glorreiche Idee kam, man könnte doch ein Auto bauen, das aufs Wesentliche reduziert ist, um Kosten und Gewicht und somit Treibstoff zu sparen. Ein zweiter Ingenieur meinte dann, dass man die Karosserie mittels Luftpolster schützen sollte. Der dritte im Bunde war der Meinung, dass dieses neuartige Auto eine Mischung aus Retro und Moderne sein soll. Sie amüsierten sich prächtig über ihre Einfälle und legten sich anschliessend zufrieden schlafen.
With Peugeot @ Mallorca: Der Löwe chillt am Meer
Ach, das Leben als Autoblogger kann echt hart sein! Draussen pisst es, was der Himmel hergeben mag, das Jaguar F-Type R Coupé muss zurückgebracht werden und die letzten Tage der Semesterferien sind gezählt. Meine geschundene Seele (vielleicht sollte ich demnächst mal meiner eigenen Seele auf der Spur sein?) braucht also dringend Balsam und da kommt Peugeots Einladung goldrichtig. Mallorca heisst die Destination und dort warten neben Sonne und Meer auch das Facelift vom Peugeot 508 und der bekannte 308. Sollen die Schweiz und der F-Type doch das Regenwetter geniessen, auf mich wartet der nächste Flieger, der mich auf die spanische Insel befördert. Mal schauen, wie sich der frisch gestriegelte Löwe schlägt.