Schaut euch die etablierten Hersteller an, zu denen ein elektrischer Roadster ins Portfolio passen würde. Lotus. Jaguar. Porsche. Audi. BMW. Mercedes. Tesla hat seinen Roadster gefühlt vor einem Jahrzehnt angekündigt, passiert ist seither nicht viel. Und ausgerechnet die Chinesen hauen mit dem MG Cyberster ein automobiles Erdbeben auf den Markt. Man kann ja von China halten, was man will, aber die Chinesen haben nicht nur Mut, die können auch was. Ich habe viel über den Cyberster gelesen und geschaut und es wird immer an diversen Punkten über das Auto genörgelt. Ich sage: Bullshit. Natürlich könnte auch am MG der eine oder andere Punkt verbessert werden, aber wenn ich jetzt ein Elektroauto kaufen müsste, es wäre der Cyberster. Vergesst Rundenzeiten und Topspeeds jenseits von 250 km/h. Ich predige einmal mehr, worum es bei einem Fahrspass-Auto – und bei einem Roadster erst recht – geht: Feeling. Und hier überzeugt der Cyberster auf ganzer Linie.
MG
MG4 Xpower: Unausgewogen, aber cool
Fahrenthusiasten mit durchschnittlichem Budget warten immer noch auf einen elektrischen Hot Hatch. Der Abarth 500 geht zwar in die richtige Richtung, Platzangebot, Reichweite und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen jedoch dagegen. Ausgerechnet die Chinesen, welche die ehemals britische Marke MG nun besitzen, bringen mit dem MG4 Xpower einen auf dem Papier heissen Kandidaten ins Rennen. Mit 320 kW Leistung und 600 Nm Drehmoment sprengt er mal eben sämtliche Leistungsmesslatten – zu einem Preis, der sogar besagten Abarth unterbietet. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Nun, um es vorwegzunehmen: Ist es (leider) auch. Trotzdem setzt der MG4 Xpower das eine oder andere Ausrufezeichen, ohne dass der Fahrspass zu kurz kommt.