Der Opel Corsa hat mich im Test nicht sonderlich beeindruckt, es ist ein etwas schaler Nachgeschmack geblieben. Jetzt tritt er als OPC zum Test an und kriegt seine zweite Chance. Der OPC nimmt einige Schwächen vom normalen Corsa mit, zudem sind zwei Ausstattungsmerkmale für den OPC nicht erhältlich. Keine guten Voraussetzungen. Dafür hat man das Gefühl, der Corsa OPC sei in den Kessel voller Zaubertrank gefallen. Der Turbomotor leistet beachtliche 152 kW, das mechanische Sperrdifferential und Michelin Pilot Super Sport Reifen sorgen dafür, dass die Kraft auch in Vortrieb umgewandelt wird. Na, dann wollen wir doch mal sehen, wie weit der Corsa OPC gehen kann…
Lexus RC F: Diabolischer Gentleman
Ganz ehrlich, wäre ich ein Fiat 500 oder ein ähnlich untermotorisiertes Gefährt und der Lexus RC F würde hinter mir auftauchen, ich würde Todesangst bekommen! Mit seinem riesigen Diabolo-Kühlerschlund, den scharfen LED-Scheinwerfern und dem leuchtenden Rot sieht er wie der Leibhaftige aus, der höchstpersönlich aus der Unterwelt gekommen ist, um ein Opfer mit in die Tiefe zu ziehen. Moment, das soll ein Lexus sein?! Völlig irritiert laufe ich einmal um das Auto, auf der Suche nach dem unheilvollen «Hybrid» Signet, schliesslich hat Lexus für jedes Modell einen Hybridantrieb parat. Doch stattdessen prangt das F-Signet an den Flanken und der RC F ist derzeit wohl der einzige Lexus, der dieses Signet zu Recht trägt. Denn hinter dem Diablo-Kühlergrill steckt Maschinenbau erster Güte: Ein 5,0-Liter V8. Frei saugend.
Antriebslos: Mercedes B-Klasse ED
Die IAA ist angebrochen und soeben sind mir zwei Betreff-Zeilen in meinem Posteingang ins Auge gestochen: «Audi e-tron Quattro Concept: Mehr als 500 Kilometer Reichweite für volle Alltagstauglichkeit» oder «Porsche Mission E: 600 PS, 500 Kilometer Reichweite, 15 Minuten Ladezeit». Klar, das sind Konzepte, aber es zeigt auf, in welche Richtung die Hersteller aktuell forschen. Die Mercedes B-Klasse Electric Drive, kurz ED oder 250 e, wirkt dagegen extrem konservativ, ja fast schon lustlos. Ich werde zudem das Gefühl nicht los, dass die B-Klasse ED ein Lückenfüller gewesen ist, damit Mercedes einen Stromer im Angebot hat, bis der erste Plug-in Hybrid (Mercedes S-Klasse) verfügbar war.
Mercedes A-Klasse: Geschärft, nicht geschminkt
Die Mercedes A-Klasse ist eine Kriegerin. Eine andere Bezeichnung fällt mir angesichts der Eroberungsrate von sage und schreibe 66% nicht ein. Das bedeutet, dass 66% der Käufer vorhin noch nie Mercedes gefahren sind, sprich, sie wurden von der A-Klasse zu Mercedes hingezogen. Seit drei Jahren wütet die Kriegerin nun in der Kompaktklasse; Zeit, ihr ein kleines Facelift zu verpassen. Wobei die Optik kaum angetastet wurde – wozu auch, wenn das Design so dermassen erfolgreich ist? Die ohnehin schon dynamische A-Klasse wurde weiter geschärft und ist ab dem 26. September für mindestens 30’600 Franken zu haben. Aber machen wir uns nichts vor: Eine hübsche A-Klasse kostet locker 50’000 Franken, ein A45 AMG mit allem drum und dran schlägt mal eben mit 90’000 Franken zu Buche. Einen Stern zu fahren war eben noch nie ein billiges Vergnügen, aber sei’s drum…
Mazda 2: Kleiner ganz gross
Eine längere Fahrt steht an. Vom hintersten Loch im Glarnerland bis an den Genfersee. Hin über Pässe sowie quer durchs Wallis und zurück über etliche Autobahnetappen. Ah, ein schickes Coupé oder eine rassige Sportlimousine wäre genau das richtige Fortbewegungsmittel. Doch das Schicksal meint es nicht besonders gut mir, denn ich muss mit Mazdas Kleinem, dem Zweier, vorlieb nehmen. Ich habe da ernsthaft meine Zweifel. Ein Kleinwagen für 600 Kilometer? Da geht bestimmt der Komfort flöten. Und der Verbrauch erst, der wird wahrscheinlich nach oben explodieren. Mit guter Miene zum bösen Spiel mache ich mich auf den Weg…
Kurven zum Frühstück – Porsche Midengine Power
Nichts gegen die dicken Dinger von Porsche, aber nach Panamera, Macan und einem kurzen Ausflug mit dem Cayenne wird es langsam Zeit, die Essenz von Porsche kennenzulernen: Einen waschechten Sportwagen. An was denkt man da? Klar, an den Elfer, das Nonplusultra. Den bin ich zwar nicht gefahren, wage aber trotzdem zu behaupten, dass es für maximalen Fahr- und Kurvenspass keinen Elfer braucht. Die «kleinen» Porsches in den schärfsten Ausführungen (GTS, Spyder und GT4) sind nämlich Fahrmaschinen erster Güte. Ein Fest für die Sinne.
Achterbahn (der Gefühle): Radical RXC Turbo
Kennt ihr das Gefühl, wenn man auf der Achterbahn sitzt, ohne einen Millimeter Spielraum hilflos im Bügel hängt und der Zug in die Höhe gezogen wird? Schon manches Mal sass ich auf einer Achterbahn und fragte mich, warum ich mir das eigentlich antue. So in etwa fühlte ich mich im Radical RXC Turbo, bevor es losging. Festgezurrt in Sechspunkt-Gurten und eingeengt in erstaunlich bequemen Schalensitzen aktiviere ich zuerst den Hauptschalter und anschliessend die Zündung. Die Elektronik ist nun an, das Triebwerk wartet auf die Startfreigabe. Ich atmete noch einmal tief ein und wieder aus, bevor ich den Startknopf drückte…
Verblendung: Mercedes CLA Shooting Brake
Bauchgefühl, Intuition, sechster Sinn: Wie auch immer man es nennen mag, diese Vorahnung, dass irgendwo irgendetwas nicht stimmen kann, bei mir ist sie beim Mercedes CLA Shooting Brake definitiv vorhanden. Es ist wie mit einer bildhübschen, sexy Frau. Bestimmt ist sie bereits in festen Händen und wenn Sie das nicht ist, dann angelt sie sich einen Macho nach dem anderen. Auf jeden Fall wäre ich nicht ihre Kragenweite. Auch der CLA Shooting Brake scheint über den Normalsterblichen positioniert zu sein, gehört eher auf den automobilen Laufsteg als auf die schmutzige Strasse. Doch was verbirgt sich hinter der schimmerden Fassade? Und was hat es mit meiner Vorahnung auf sich?
Fifty Shades of Mercedes
Ganz schön machomässig steht er da, der Mercedes CLA Shooting Brake. Wie die Kultfigur Christian Grey aus der Roman-Trilogie Fifty Shades of Grey, geizt auch die grösste A-Klasse nicht mit ihren Reizen. Doch wie viel Sexappeal steckt wirklich in der Design-Flunder?
Sternzeichen Waage: Peugeot 308 GT
So kann man’s natürlich auch machen. Still und heimlich den 115 kW Benziner (zum Fahrbericht) aus dem Programm nehmen und dafür den 151 kW starken GT anbieten. Der zweitstärkste Benziner, ein Dreizylinder mit 96 kW erscheint da aus Sicht vom GT in weiter Ferne. Das wiederum legt den Verdacht nahe, dass der GT ein rassiger Sportler sein will. Allerdings bestätigt sich dieser Verdacht im Test nicht. Der 308 GT ist eher vergleichbar mit einer gut ausbalancierten Waage.
Speed Date: Hyundai i40 & Tucson
Warum aus Tucson ix35 und aus ix35 nun wieder Tucson geworden ist, braucht niemand zu verstehen. Offensichtlich ist man bei Hyundai zum Entschluss gekommen, dass ein starker Name, der in den Köpfen der Leute verwurzelt ist, stärkere Gefühle hervorruft als ein Zahlenkürzel. Wie dem auch sei – der ganz neue Tucson glänzt mit dynamischem Design und viel Technik.
Der erfolgreiche i40 wurde geschminkt und fährt jetzt ebenfalls mit einem mächtigen Kühlergrill durch die Gegend. Audi lässt an dieser Stelle grüssen.
VW Passat: Die Suche nach dem Haar in der Suppe
Noch ohne das Auto richtig gesehen zu haben, ahne ich bereits, dass ich es mit dem VW Passat nicht einfach haben werde. Ein 176 kW starker Biturbo Diesel mit einem sagenhaft tiefen Verbrauch, Technik und Elektronik bis unters Dach sowie eine ganze Reihe weiterer Annehmlichkeiten. Ich lege das Datenblatt von meinem Testwagen weg und schüttle den Kopf. Was soll ich nur tun, damit mein Post am Ende nicht wie ein Werbetext von Volkswagen erscheint? Der Passat ist – die notwendige Sonderausstattung vorausgesetzt – eine Machtdemonstration vom Volkswagen Konzern. Ob ich das Haar in der Suppe finden werde?
Der Infiniti Q70 stellt sich einer hohen Messlatte
Der Infiniti Q70 hat es alles andere als leicht. Da wären zum einen die Präferenzen des Schweizer Markts. Eine Limousine mit Heckantrieb zu verkaufen, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Zum anderen ist da meine bisherige Erfahrung mit dem Infiniti Q50. Der Q50 ist eines der genialsten Testautos gewesen, die ich jemals gefahren bin. Die Erwartungen an den Q70 – vor allem, da er in der Hierarchie über dem Q50 steht – sind daher entsprechend hoch. Da ist es ein Glück für den Q70, dass er als Sportvariante in Midnight Blue zum Test antritt, denn so bin ich erst einmal von seiner sportlich-eleganten Optik geblendet. Ich hoffe doch wirklich, dass ich nicht enttäuscht werde.
Der neue Astra: Opel’s Hoffnungsträger
Der neue, wirklich komplett neue Astra setzt Opels Produktoffensive fort. Der Astra steht wie kaum ein anderes Modell von Opel für das German Engineering und hochwertige Verarbeitung zu fairen Preisen. Ich habe den Astra im Stand einmal näher unter die Lupe genommen und was ich gesehen habe, sieht sehr vielversprechend aus, auch wenn mir der eine oder andere Haken aufgefallen ist.
Mazda CX-5: Der heimliche Streber
Ich werde hin und wieder gefragt, nach welchen Kriterien ich meine Testautos eigentlich aussuche. Nun, mein Blog soll ja die ganze Bandbreite abdecken. Von faszinierend bis langweilig, von gross bis klein, von der Rakete bis zur Schneckenpost, von verschwenderisch bis zur Ökokiste soll markenübergreifend möglichst alles dabei sein. Dazu gibt es Autos, die in meine ganz persönliche Haben-Will Kategorie fallen. Der kommende Mazda MX-5 befindet sich beispielsweise in dieser Kategorie. Und der CX-5? Der ist in meinen Augen eher so ein Pflichttest. Verkauft sich sehr gut, aber bin ich noch nie gefahren. Da muss ich mir im Rahmen des Facelifts mal anschauen, was das Teil so drauf hat. Und noch während ich diese Zeilen tippe, muss ich um Vergebung bitten. Denn diese abschätzig-arrogante Bezeichnung «das Teil» verdient der japanische Bestseller hinten und vorne nicht. Der CX-5 ist auf unauffällige Art und Weise richtig gut!
Jeep Renegade: Im Grunde einzigartig
SUVs dort, SUVS da, SUVs überall: Die Welt wird von den Blechgebirgen förmlich überrannt. Alle wollen sie, alle bauen sie, alle fahren sie. Zumindest gefühlt ist es so. Dabei sind die überdimensionalen Schlachtschiffe ebenso begehrt wie die kompakten Vertreter. Kein Wunder also, dass Jeep, die Muttermarke aller Geländewagen, findet, es sei höchste Zeit, das Segment der Kompakt-SUVs aufzumischen. Noch ein weiterer, öder Mini-SUV, der in der Masse untergeht?
Audi TT: Perfektion zum Geniessen
Ständig wird auf dem Audi Design rumgeritten. Sieht doch alles gleich aus, der Single-Frame Grill wird einfach immer grösser, Veränderungen sind kaum sichtbar. Und da steht der neue Audi TT vor mir und ich frage mich ernsthaft, was das Gemotze eigentlich soll? Ich finde, er sieht atemberaubend aus. Und ganz viele andere finden das ebenfalls. Dann der nächste Punkt. Er sei so kontrolliert und kühl, sagen die Kritiker – bis sie hören, wie der TT bei Vollgas eine ordentliche Fanfare hinten rausbläst. Was kann man noch kritisieren? Ah ja, er ist natürlich zu teuer. Dass ihr geliebtes iPhone auch zu teuer ist, stört die werten Kritiker offensichtlich nicht.
Tipps zum Autokauf
Der Autokauf ist einerseits mit Emotionen verbunden, andererseits ist es auch eine gewaltige, finanzielle Investition, die gut überlegt sein sollte. In der folgenden Infografik finden sich wertvolle Tipps, was es beim Autokauf alles zu beachten gilt.
Smart Fortwo Turbo DCT: Es kommt doch auf die „Grösse” an
Der neue Smart Fortwo ist für mich bis jetzt einfach noch nicht komplett gewesen, es fehlte nämlich: ein Automatikgetriebe. Und zwar ein anständiges, nicht eines mit ewigen Schaltzeiten wie beim Vorgänger. Darum bin ich den neuen Smart bisher auch nicht gefahren. Jetzt hatte ich aber das Vergnügen, mit dem 66 kW Dreizylinder Turbo mit Doppelkupplungsgetriebe zu fahren. Es hat sich gezeigt: Weniger Grösse sorgt für grösseren Fahrspass.
Der Praktiker: Land Rover Discovery Sport
Never change a winning team. Getreu diesem Motto wurde der Discovery Sport offensichtlich designt. Das Beauty SUV Evoque der Edeltochter Range Rover ist eingeschlagen wie eine Bombe. Deshalb hat man beschlossen, den Land Rover möglichst wie den Evoque aussehen zu lassen. Da drängt sich die böse Frage auf, ob der Discovery Sport der Evoque für Arme ist?