Smart hat es geschafft und mit dem Fortwo ein Auto gebaut, das heutzutage Kultstatus hat. Alle kennen ihn und die Meisten finden ihn knuffig. Wie könnte man der 2,69 Meter kurzen Schuhschachtel, wie ihn meine Mutter nennt, mit irgendwelchen Unterstellungen begegnen? So unschuldig steht er da. Dabei hat es so ein Smart faustdick hinter den Ohren. Der Testwagen, fein ausgestattet sowie topmotorisiert und mit Doppelkupplungsgetriebe als auch mit Sportfahrwerk ausgerüstet, macht richtig Freude zum Fahren. Jedoch hat der Zwerg auch ein paar Eigenschaften, die ganz schön unzulänglich sind.
Subaru Outback: Bequem wie eine Jogginghose
Gewisse Autos teste ich einfach deshalb, weil sie eine Neuheit sind und es verdienen, getestet und vorgestellt zu werden. Beim Subaru Outback war es vor allem das sogenannte EyeSight System, welches diverse Assistenten bündelt, was mich neugierig gemacht hat. Das Auto selber hat, nun ja, nicht zuoberst auf meiner Prioritätenliste gestanden. Das typische «Bauernauto» fand ich einfach nicht besonders «amächelig». Doch wieder einmal wurde ich eines besseren belehrt. Aber ich will mich nicht beschweren. Ich mag Autos, die mich positiv überraschen…
Ford Focus RS: Bad Boy is back
Sie haben es getan. Und wie sie es getan haben. Ford lässt den RS wieder auferstehen. In unserer schönen, neuen Welt, in der scheinbar CO2-Bilanzen die Autowelt regieren, befürchtete ich schon, der Focus ST ist und bleibt das Höchste der Gefühle. Aber Ford gibt Gas. Anscheinend soll uns sogar ein Fiesta RS beglücken, sofern die Gerüchte stimmen, die zur Zeit im Netz die Runde machen. Und obwohl für die Allermeisten ein unerschwinglicher Traum, wird der Ford GT das ultimative Aushängeschild der Marke werden. Für die Entscheidung, diese Sportler zu bauen, bekommt Ford von mir ein dickes Like. Und wisst ihr, wofür Ford noch einen Like bekommt? Dafür dass der Focus RS ein wilder, ungehobelter Kerl ist, der einen Golf R vernaschen würde, wie ich ein Luxemburgerli.
Seat Ibiza FR: Vom Sportler zum Lifestyler
Auf dem Schulparkplatz werden meine Testautos meistens erkannt und zwar ganz einfach deswegen, weil mein Testauto in der Regel das Neueste auf dem ganzen Platz ist. Doch beim Ibiza war sich ein Schulkollege nicht so sicher: «Ist das deiner? Der sieht gar nicht neu aus.» Hmm, ich lasse diese Aussage mal so im Raum stehen. Meinen besten Kollegen André freut es, dass der Ibiza nach wie vor gleich aussieht. So fühlt er sich mit seinem 2010er Modell – noch vor dem ersten Facelift – immer noch auf dem aktuellsten Stand. Mein Testwagen ist mittlerweile das zweite Facelift (einen ersten Eindruck hatte ich auf Ibiza selbst), aber wer nicht genau hinschaut, erkennt dennoch keine Unterschiede. Deshalb möchten wir, ich und André, die Frage klären, ob sich ein Ibiza Neuwagen überhaupt lohnt – oder ob man mit einer Occasion mit wenigen Kilometern besser bedient ist.
Honda CR-V: Fein, aber ohne Feinschliff
Den Honda CR-V habe ich bereits vor dem Facelift unter die Lupe genommen. Damals bemängelte ich vor allem den Antrieb. Jetzt hat Honda nachgezogen und vieles beim CR-V verbessert. Auf dem Papier scheint es, als ob alle Schwächen ausgemerzt worden wären. Doch der CR-V zeigt: Papier ist geduldig. Nicht alles, was in der Preisliste toll aussieht, bewährt sich auch in der Praxis.
Spürbarer Fortschritt: SsangYong Tivoli
Nach wie vor ist die Marke SsangYong längst nicht allen ein Begriff. Und wenn doch, dann verknüpft man die Marke mit hässlichen Reisschüsseln. Doch bereits mit dem Korando, der hin und wieder auf der Strasse zu sehen ist, haben die Südkoreaner einen gelungenen Neustart an den Tag gelegt. Der neue Tivoli könnte das Zeugs haben, zumindest aus Sicht von SsangYong, zum Bestseller zu werden. Der Fortschritt der Marke ist enorm gut spürbar und während die meisten Hersteller die Tendenz haben, ständig ein wenig teurer zu werden, ist der Tivoli sehr günstig, ohne billig zu sein.
Unterschätzter Underdog: Toyota Avensis
Der Toyota Avensis ist eine graue Maus. Wenn man mich in zwei Wochen fragen wird, wie ich den Avensis empfunden habe, oder, was mir besonders gut gefallen hat, wird mir wahrscheinlich das schöne Blau als erstes einfallen. Ansonsten… Hmm, schwierig! Das klingt jetzt sehr negativ. Dabei ist der Avensis ein richtig gutes Auto. Sein «Problem» ist einfach, dass er unspektakulär ist und so in der Masse untergeht. Aber dass muss nicht schlecht sein, denn es gibt Leute, die wünschen sich genau so etwas. Einen unauffälligen, soliden, guten und preislich fairen Kombi.
Schlachtopfer: Suzuki Vitara
Ich bin nicht der Typ, der ein Auto im Test regelrecht auseinander nehmen würde. Dachte ich bisher zumindest. Dann habe ich den Suzuki Vitara abgeholt. Dieses Auto hat Seiten in mir geweckt, ich wusste gar nicht, dass die in mir schlummern! Bereits als mir das Automatikgetriebe aufgefallen ist, schwante mir Übels. Dann habe ich den Drehzahlmesser angeschaut und mir wurde klar: Mit diesem Auto werde ich mich nie im Leben anfreunden. Wie gesagt, eigentlich bin ich nicht auf Vernichtung aus. Aber wenn man mir eine solche Steilvorlage auf gut Deutsch zum Frass vorwirft, dann kann ich für nichts mehr garantieren.
Volvo XC90: Schwedische Designer-Stube on Tour
Unter der Haube meines Testwagens lauert – abgesehen vom Plug-in Hybrid – der stärkste Antrieb, ein 235 kW Benziner. Das weiss ich bereits, bevor ich das Auto in Empfang nehme. Trotzdem bin ich keineswegs auf Raserei eingestimmt. Der Volvo XC90 ist ein auf Wolken schwebender Hochsicherheitstrakt. Die Schweden setzen ausserdem zwei Ausrufezeichen: Eines beim Design und eines bei der Technik. Insgesamt setze auch ich bei der Bewertung des XC90 ein Ausrufezeichen, denn das Auto ist fantastisch. Nichtsdestotrotz sehe ich mich gezwungen, eine leise Kritik in den Raum zu stellen…
Jaguar XE S: Schnurrende Katzen machen glücklich
Es ist ein Montag, 5 Uhr morgens, der Wecker klingelt mich unbarmherzig aus dem Bett. Da der Stundenplan für diesen Tag prall gefüllt ist, sehe ich mich gezwungen, den Wechsel vom Range Rover Hybrid zum Jaguar XE S frühmorgens zu erledigen (was ich für meine Leserschaft alles mache…). Doch der Start ist harzig. Erstmal gilt es, eine fingerdicke Eisschicht vom Range abzukratzen. Anschliessend setze ich mich völlig durchgefroren hinters Steuer und stellte fest, dass die Aussenspiegel nicht in der Lage sind, auszuklappen – alles festgefroren! Ich will das Fenster runterlassen, um (zumindest den linken) Spiegel von Hand zu richten: Denkste. Das Fenster ist ebenfalls zugefroren. Dann eben nicht! Bin ich halt mit eingeklappten Spiegeln losgefahren. Übersicht wird eh völlig überbewertet. Am Ziel angekommen wartet ein zugeschneiter und zugefrorener XE S auf mich. Na dann: Heissen wir den Winter herzlich willkommen!
Sanfter Riese: Range Rover Hybrid
Grosse Range Rover sind für mich kein Neuland. Ich hatte bereits das Vergnügen mit dem normalen Range Rover Sport und dem wilden Range Rover Sport SVR. Jetzt darf der «richtige» Range Rover zeigen, was seine Fähigkeiten sind. Interessanterweise ist mein Testwagen ein Hybrid und ich bin, ehrlich gesagt, mehr als nur skeptisch, was ein Hybridantrieb bei einem 2,5-Tonnen Schiff bewirken soll. Doch im Gegensatz zum Range Rover Sport, bei dem ein scharfer Antrieb (sprich: Benziner) wünschenswert ist, ist beim Range Rover ziemlich egal, was unter der Haube arbeitet. Die Art und Weise, wie man sich im Range Rover fortbewegt, hat so etwas Majestätisches an sich, das man nicht mehr einfach nur als «fahren» bezeichnen kann.
Vorspeise: Hyundai i30 Turbo
Es ist ein offenes Geheimnis: Hyundai wird sportlicher. Das tolle Genesis Coupé ist zwar mangels Nachfrage vom hiesigen Markt verschwunden, aber dafür baut Hyundai in den kommenden Jahren die Submarke «N» auf, unter welcher die sportlichen Derivate vermarktet werden. Der Hyundai i30 Turbo gehört noch nicht dazu, sondern ist lediglich die Vorspeise dessen, was noch kommen wird. Ob die Vorspeise schmeckt, das möchte ich nun herausfinden.
The Girl next door: Mazda CX-3
Würde man alle Kompakt-SUVs optisch vergleichen wollen, dann ist der Mazda CX-3 derjenige, der das Abendkleid trägt. Klar, das ist jetzt subjektiv und sehr persönlich und man kann mir auch vorwerfen, dass ich oberflächlich sei. Aber sind wir das nicht alle? Dabei ist es völlig egal, ob es sich um ein Auto oder einen Menschen handelt. Entscheidend dafür, ob wir etwas oder jemanden länger anschauen, ist, wie schön wir unser Gegenüber empfinden. Ob es dann tiefgründiger wird, ob man es beim beiläufigen Flirt oder gar beim Anstarren bewenden lässt, entscheidet dann der Charakter. Jetzt bin ich gespannt, wie lange der CX-3 mein Interesse aufrecht erhalten kann. Kann er mich bis zum Schluss gut unterhalten?
VW Golf GTE: So gut wie unauffällig
Es ist schon witzig: Seit vier Jahren blogge ich, aber das meistverkaufte Auto der Schweiz, den VW Golf, bin ich noch nie gefahren. Bis jetzt. Ich würde mir persönlich ja nie einen VW kaufen. Zu trocken, zu emotionslos, zu nüchtern. Dass der Golf GTE in erster Linie ein stinknormaler Golf ist, ist sicher nicht verkehrt. Aber dadurch, dass er Elektroauto und GTI vereint, wirkt er doch um einiges interessanter und auch schärfer als der Normalo-Golf. Und wenn ich mit dem GTE unterwegs bin, muss ich mir eingestehen, dass er gar nicht so trocken, emotionslos und nüchtern ist…
Impressionen von der Auto Zürich 2015
Wie immer gilt: Wer sexy Hostessen oder der Cervelatprominenz mehr Aufmerksamkeit widmen möchte, als den ausgestellten Autos, der wird an dieser Stelle höflich gebeten, meinen Blog zu verlassen und sich beim Blick umzusehen. Ich möchte an dieser Stelle keine weiteren unnötigen Worte verlieren, sondern den blechgewordenen Schönheiten die Bühne überlassen – naja, es werden auch die weniger schönen Kisten vorgestellt, ich will ja niemanden diskriminieren. 😉 Viel Spass!
Lexus NX 200t F Sport: Wo Licht ist, ist auch Schatten
Die Vor- und Nachteile der Hybridtechnik von Toyota (und Lexus) sind mittlerweile allen bekannt: Kultiviert, laufruhig sowie sparsam geht der Antrieb zu Werke – zumindest, so lange man gelassen dahingleitet. Das jämmerliche Lied vom stufenlosen Automatikgetriebe möchte ich hier nicht erneut vorsingen müssen. Der Lexus NX 300h F Sport war für mich eine fahrdynamische Enttäuschung. Vom 200t mit Turbobenziner und anständigem Automatikgetriebe erhoffe ich mir eine Besserung. Zudem möchte ich den Verbrauch und den Preis mit der Hybridvariante vergleichen. Ist am Ende der 200t die bessere Alternative zum Alternativ-Antrieb? Soviel vorneweg: In gewissen Disziplinen glänzt der Lexus ganz besonders, in anderen versagt er dafür umso gröber.
Mit dem Seat Ibiza Ibiza unsicher machen
Ende Oktober nochmals für zwei Tage ans Mittelmeer fliegen? Aber klar doch! Seat präsentiert den erneut gelifteten Ibiza auf Ibiza – quasi ein Heimspiel für den Spanier. Obwohl ich noch nie selber einen Ibiza gefahren bin, kenne ich das Auto mehr als gut genug, denn mein bester Kollege André fährt einen 2010er Ibiza FR mit 110 kW. Logisch also, dass ich auf der Insel ebenfalls den FR wähle, der aber im Gegensatz zu dem von André mit manuellem Getriebe ausgestattet ist. Sei’s drum. Ich kann es kaum erwarten, Auto und Insel zu erkunden.
Wenn die Strasse direkt ins Herz führt: Alfa Romeo 4C
Jööh, ist der niedlich! Nein, die Rede ist hier nicht vom Fiat 500, sondern von Alfa Romeos Meisterwerk, dem 4C (4 Cylindri, zu Deutsch: 4 Zylinder). Er sieht eben schon süss aus, mit seinen unschuldigen Augen und den winzigen Fenstern. Wie ein zu heiss gewaschener Ferrari, dem beim Waschgang jegliche optische Aggressivität abhanden gekommen ist. Ein richtiger Bonsai-Sportwagen. Unwissende neigen schnell dazu, den kleinen Flitzer falsch einzuordnen, dies kann aber böse enden…
Renault Espace: Die Lehre der Entschleunigung
Was treiben die Entwickler von Renault in Ihrer Freizeit? Offenbar schlendern sie nächtens durch die finsteren Gassen von Paris, an deren Ecken zwielichtige Gestalten ihr Unwesen treiben. Anders kann ich mir nicht erklären, dass die Funktion zur Türverriegelung während der Fahrt im neuen Espace «Ghetto-Schaltung» heisst. Die Kreativität der Franzosen hört bei der Funktionsbenennung aber noch lange nicht auf. Der neue Espace ist ein Crossover wie aus dem Bilderbuch, weder Van, noch SUV. Ein neuartiges Design, innen wie aussen, machen den Espace aus. Ob er noch weitere Überraschungen auf Lager hat?
Ford Mustang GT: Mehr als nur heisse Luft!
Alle kennen ihn, alle lieben ihn: Den Ford Mustang, Gründer eines ganzen Segments – jenes der Pony Cars. Ich könnte eine Strassenumfrage durchführen, indem ich vierjährigen Knirpsen ein Foto vom Mustang vor die Nase halten und fragen würde, was das für ein Auto sei. Ich hätte garantiert eine Richtig-Antwortquote von mindestens 120%. Sei es durch ein Autoquartett, ein Poster an der Wand, durch einen Film oder ein Racing Game, in seiner Kindheit hatte bestimmt jeder Junge in irgend einer Form Kontakt mit dem Mustang. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, die Einheit PS auf meinem Blog nicht mehr anzuwenden, aber ein besonderes Auto erfordert besondere Massnahmen. Daher: Wer die Zügel von 418 angriffslustigen Hengsten in die Hand gedrückt bekommt, dessen Augen fangen an zu leuchten. Auch meine.