Wisst ihr, wie man sich am Steuer eines Ford Focus RS fühlt? Ich erkläre es euch. Setzt euch hin, streckt Arme und Beine vor euch, als ob ihr in einem Auto sitzen würdet, und spannt alles an, was ihr könnt. Ja, genauso fühlt es sich an. Der Ford Focus RS ist mehr als nur ein Hot Hatch. Er ist eine Fahrmaschine, wie man sie mit diesen Abmessungen kaum findet. Ein Auto, an dem alles der Performance dient. Ein Auto, das so ehrlich zu fahren ist, wie kein anderes in dieser Preisklasse. Es gibt etliche Gründe, die für den Focus RS sprechen und wer kein Bünzli ist, findet keinen einzigen, der gegen ihn spricht.
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Ford Mustang Ecoboost: Die halbe Portion, die gerne eine Ganze wäre
Ich nenne ihn zwar liebevoll Baby-Mustang, aber eigentlich begegne ich ihm alles andere als wohlwollend. Noch selten bin ich einem Testauto mit mehr Vorurteilen und Abneigung begegnet als diesem Stilbruch auf Rädern. Was habe ich im Review des V8-Mustang über den Ecoboost gelästert. Trotzdem habe ihn mir zum Test geholt. Weil ich es einfach wissen muss. Mustang und Vierzylinder: Wie fühlt sich das an? Kann das funktionieren? Oder ist nur ein V8-Mustang ein wahrer Mustang? Mal schauen…
Einstiegsdroge: Porsche 718 Cayman
Die Zahlen sprechen überhaupt nicht für den neuen Porsche 718 Cayman, dem neuen Einstiegsmodell von Porsche. Der Cayman leistet nicht mehr als die aktuelle Horde wild gewordener Hot Hatches, der Motor ist mittlerweile ebenfalls ein schnöder Vierzylinder-Turbo, und trotzdem zahlt man für einen Porsche Cayman weitaus mehr als für leistungsmässig vergleichbare Autos. Doch beim Autofahren zählen nicht bloss die nackten Zahlen, sondern, wie sich diese Zahlen anfühlen. Der Porsche Cayman hat mich bei meiner ersten Begegnung dermassen elektrisiert, dass dies die neue Einstiegsdroge sein muss, mit welcher Porsche potentielle Kunden an sich binden möchte. Zum Glück bin ich immer noch ein armer Student, ansonsten hätte ich mir bei der Fahrveranstaltung von Porsche im schwedischen Malmö im anschliessenden Rausch der Fahrt gleich einen bestellt…
Rammbock im Businessanzug: Maserati Quattroporte GTS
Seit jeher bin ich auf meinem Blog der Seele des Autos auf der Spur und noch nie bin ich von einem Auto derart getäuscht worden, wie vom neuen Maserati Quattroporte GTS. Er vermittelt meinem Auge Werte, die nicht so Recht mit den Werten harmonieren wollen, die ich während dem Fahren festgestellt habe. Er erinnert mich an die Hauskatze eines guten Kollegen. Sie blickt einem süss an, man denkt, sie erwarte eine Streicheleinheit und sobald man ihr zu nahe kommt, erntet man einen Faucher, als sei man ihr auf den Schwanz getreten. Den Quattroporte stuft man ebenfalls eher gutmütig ein. Doch auch seine Reaktion kommt überraschend…
Audi R8: Drama Queen oder keine Drama Queen?
Ich gebe es zu: Vor gewissen Tests stöbere ich ein bisschen herum, was andere Medien und Blogger zu gewissen Autos denken. Und der Audi R8 gehört definitiv zu diesen «gewissen» Autos. Seine technischen Daten lesen sich wie ein Fifty Shades of Audi, wenn es das denn geben würde: V10-Mittelmotor ohne Turbo, 448 kW Leistung, quattro-Antrieb, 8700 r/min Maximaldrehzahl und 330 km/h Spitze. Man(n) wird dabei ja fast selber spitz… Kenner und Fans wissen ausserdem, dass der R8 mit dem Lamborghini Huracán einen heissen Zwillingsbruder hat, mit dem er sich die technische Basis teilt. Doch genau das mit dem heiss und spitz machen soll der R8 trotz infernalischem Sound und brachialer Beschleunigung nicht ganz hinkriegen. Audis Drang nach Perfektion dränge diesen Supersportler in ein Korsett, aus welchem er vergeblich auszubrechen versucht. Das sind jetzt meine Worte, aber so verstehe ich die anderen Berichte, wenn sie mangelnde Emotionen konstatieren. Ob das stimmt, oder ob der R8 eine dramatische Seite hat, wie es sich für einen Sportler seines Kalibers gehört, das werde ich nun klären.
Antidepressiva: Mazda MX-5
Kennt ihr diese Tage, an denen die Laune einfach seit dem Aufstehen im Keller ist und sie auch keine Anstalten macht, sich zu bessern? Keine Sorge, Besserung naht, denn ich habe soeben das ultimative Mittel gegen jegliche Art von Depression, schlechte Laune, etc. gefunden. Das Gute an meinem Mittel ist, dass ihr es rezeptfrei beziehen könnt. Der Haken ist, dass es vergleichsweise teuer ist. Aber mein Mittel wird auch nicht geschluckt, es wird gefahren. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Heilungseffekt trifft sofort ein, er ist äusserst nachhaltig und der Besitz eines MX-5 wirkt darüber hinaus vorbeugend.
Virtueller Rundgang durchs Ferrari Museum
Während meinen Ferien habe ich das Ferrari Museum in Maranello besichtigt. Obwohl einige Legenden fehlen, ist ein Besuch durchaus lohnenswert, wenn man in der Gegend ist. Meine Fotos möchte ich euch nicht vorenthalten. Viel Spass!
Honda Civic Type R: Der letzte Samurai
Der Honda Civic Type R wurde konstruiert, um zu gewinnen. Es scheint, als wäre jede Fahrt, die er unternimmt, eine Schlacht, die er für sich entscheiden muss. Das Ganze ist gar nicht so abwegig. Immer und überall wird vom automatisierten Fahren gesprochen. Und ja, man wird natürlich auf Wunsch selber wieder das Steuer übernehmen können und blah, blah. ABER: Kein automatisiertes Auto wird je ein manuelles Getriebe haben. Selbstständig fahren und Handschaltung, das funktioniert einfach nicht. Obwohl auch der Type R über ein paar Assistenten verfügt, ist er eine fahrende Antithese zur Automation. Es gibt vieles, was für ihn spricht, doch auch einiges, was gegen ihn spricht – das geht allerdings im Rausch der Sinne völlig unter. Denn dieser kleine, griffige und kühle Alu-Schaltknauf… Es war Liebe beim ersten Schaltmanöver.
Abarth 595 Competizione: Hardcore-Knutschkugel
Kein Zweifel: Der Abarth 595 Competizione, selbst wenn es seine Knutschkugel-Optik nicht vermuten lässt, gehört zur Kategorie Carporn. Und wer sich jetzt die Pornoseite seines Vertrauens vors geistige Auge holt (nur vorstellen, nicht aufrufen…), der weiss, dass Porn in diverse Unterkategorien gegliedert wird. Der Abarth würde in zwei Kategorien passen. Er wäre unter «Hardcore» und «Public Humilitation» (öffentliche Erniedrigung) zu finden. Doch Pornokonsum ist leider auch nervig. Immer diese Viagra-Werbungen wegzuklicken ist echt mühsam. Auch der Abarth kann mitunter wirklich nervtötend sein. Aber wer’s ihm voll gibt, stimuliert alle seine Sinne.
VW Golf R Variant: Lärmverschmutzung
Der VW Golf R Variant ist ein Novum und vereint das Beste aus zwei Welten: Er ist kraftvoll und dynamisch, aber auch geräumig. Typisch VW, haben sich die Designer Designexperimente verkniffen, sodass der Platz im Innenraum sehr grosszügig ist. Ausserdem meint es VW erstaunlich ernst mit der Sportlichkeit. Die Lenkung ist ultradirekt und das ESP lässt sich komplett deaktivieren. Allerdings schiesst der Golf R beim Verbrauch und beim Geräuschpegel im Innenraum übers Ziel hinaus.
Ford Focus RS: Bad Boy is back
Sie haben es getan. Und wie sie es getan haben. Ford lässt den RS wieder auferstehen. In unserer schönen, neuen Welt, in der scheinbar CO2-Bilanzen die Autowelt regieren, befürchtete ich schon, der Focus ST ist und bleibt das Höchste der Gefühle. Aber Ford gibt Gas. Anscheinend soll uns sogar ein Fiesta RS beglücken, sofern die Gerüchte stimmen, die zur Zeit im Netz die Runde machen. Und obwohl für die Allermeisten ein unerschwinglicher Traum, wird der Ford GT das ultimative Aushängeschild der Marke werden. Für die Entscheidung, diese Sportler zu bauen, bekommt Ford von mir ein dickes Like. Und wisst ihr, wofür Ford noch einen Like bekommt? Dafür dass der Focus RS ein wilder, ungehobelter Kerl ist, der einen Golf R vernaschen würde, wie ich ein Luxemburgerli.
Wenn die Strasse direkt ins Herz führt: Alfa Romeo 4C
Jööh, ist der niedlich! Nein, die Rede ist hier nicht vom Fiat 500, sondern von Alfa Romeos Meisterwerk, dem 4C (4 Cylindri, zu Deutsch: 4 Zylinder). Er sieht eben schon süss aus, mit seinen unschuldigen Augen und den winzigen Fenstern. Wie ein zu heiss gewaschener Ferrari, dem beim Waschgang jegliche optische Aggressivität abhanden gekommen ist. Ein richtiger Bonsai-Sportwagen. Unwissende neigen schnell dazu, den kleinen Flitzer falsch einzuordnen, dies kann aber böse enden…
Ford Mustang GT: Mehr als nur heisse Luft!
Alle kennen ihn, alle lieben ihn: Den Ford Mustang, Gründer eines ganzen Segments – jenes der Pony Cars. Ich könnte eine Strassenumfrage durchführen, indem ich vierjährigen Knirpsen ein Foto vom Mustang vor die Nase halten und fragen würde, was das für ein Auto sei. Ich hätte garantiert eine Richtig-Antwortquote von mindestens 120%. Sei es durch ein Autoquartett, ein Poster an der Wand, durch einen Film oder ein Racing Game, in seiner Kindheit hatte bestimmt jeder Junge in irgend einer Form Kontakt mit dem Mustang. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, die Einheit PS auf meinem Blog nicht mehr anzuwenden, aber ein besonderes Auto erfordert besondere Massnahmen. Daher: Wer die Zügel von 418 angriffslustigen Hengsten in die Hand gedrückt bekommt, dessen Augen fangen an zu leuchten. Auch meine.
Opel Corsa OPC: Rasender Extremist
Der Opel Corsa hat mich im Test nicht sonderlich beeindruckt, es ist ein etwas schaler Nachgeschmack geblieben. Jetzt tritt er als OPC zum Test an und kriegt seine zweite Chance. Der OPC nimmt einige Schwächen vom normalen Corsa mit, zudem sind zwei Ausstattungsmerkmale für den OPC nicht erhältlich. Keine guten Voraussetzungen. Dafür hat man das Gefühl, der Corsa OPC sei in den Kessel voller Zaubertrank gefallen. Der Turbomotor leistet beachtliche 152 kW, das mechanische Sperrdifferential und Michelin Pilot Super Sport Reifen sorgen dafür, dass die Kraft auch in Vortrieb umgewandelt wird. Na, dann wollen wir doch mal sehen, wie weit der Corsa OPC gehen kann…
Lexus RC F: Diabolischer Gentleman
Ganz ehrlich, wäre ich ein Fiat 500 oder ein ähnlich untermotorisiertes Gefährt und der Lexus RC F würde hinter mir auftauchen, ich würde Todesangst bekommen! Mit seinem riesigen Diabolo-Kühlerschlund, den scharfen LED-Scheinwerfern und dem leuchtenden Rot sieht er wie der Leibhaftige aus, der höchstpersönlich aus der Unterwelt gekommen ist, um ein Opfer mit in die Tiefe zu ziehen. Moment, das soll ein Lexus sein?! Völlig irritiert laufe ich einmal um das Auto, auf der Suche nach dem unheilvollen «Hybrid» Signet, schliesslich hat Lexus für jedes Modell einen Hybridantrieb parat. Doch stattdessen prangt das F-Signet an den Flanken und der RC F ist derzeit wohl der einzige Lexus, der dieses Signet zu Recht trägt. Denn hinter dem Diablo-Kühlergrill steckt Maschinenbau erster Güte: Ein 5,0-Liter V8. Frei saugend.
Audi TT: Perfektion zum Geniessen
Ständig wird auf dem Audi Design rumgeritten. Sieht doch alles gleich aus, der Single-Frame Grill wird einfach immer grösser, Veränderungen sind kaum sichtbar. Und da steht der neue Audi TT vor mir und ich frage mich ernsthaft, was das Gemotze eigentlich soll? Ich finde, er sieht atemberaubend aus. Und ganz viele andere finden das ebenfalls. Dann der nächste Punkt. Er sei so kontrolliert und kühl, sagen die Kritiker – bis sie hören, wie der TT bei Vollgas eine ordentliche Fanfare hinten rausbläst. Was kann man noch kritisieren? Ah ja, er ist natürlich zu teuer. Dass ihr geliebtes iPhone auch zu teuer ist, stört die werten Kritiker offensichtlich nicht.
Ford Focus ST: Im Stand mau, in Fahrt wow
Meinem geschulten Auge fallen bezüglich Autodesign sofort alle Eigenschaften auf. Ob ein Modell zur sportlichen Sorte gehört, erkennt man in der Regel an mehr oder weniger Details. Im Falle des Ford Focus ST sind es aber ganz klar weniger Details. Ohne die ST-Logos vorne und hinten und dem speziell geformten Endrohr hätte selbst ich grosse Mühe, den Focus als ST zu erkennen. Insbesondere in weiss sieht er extrem brav aus und wer den ST mit einem normalen Focus vergleicht, fragt sich zu recht, wo denn da die Unterschiede liegen. Doch fahrdynamisch sind die Unterschiede frappant. Der Focus ST gehört selbst unter den Hot Hatches zur wilderen Sorte.
Nissan Juke Nismo RS: Sportsgeist?
Der Nissan Juke Nismo ist ein alter Bekannter, denn wir beide hatten schon einmal das Vergnügen. Mein Fazit war zwiespältig ausgefallen. Den Juke Nismo gibt es aber nicht mehr, stattdessen schiebt Nissan den Juke Nismo RS an den Start, der eigentlich nichts weiter als ein Facelift inkl. Leistungssteigerung ist. Aber warum? Genügte der Juke Nismo den Nismo-Ansprüchen nicht? Mal schauen, ob der RS alles besser kann. Was den McLaren betrifft… Nein, ich bin ihn nicht gefahren (leider). Aber mir gefällt die Gegenüberstellung der beiden. Der eine ein reinrassiger Supersportler, der andere wäre gerne ein Sportler. Oder ist er gar mehr als nur ein Möchtegern…?
Nissan 370Z Nismo: Aussterbende Rasse
Wenn man den Nissan 370Z Nismo am aktuellen Stand der Technik messen möchte, dann kommt man unweigerlich zum Schluss, dass der Z ein fahrendes Fossil ist. Alles, was derzeit als modern bezeichnet wird – also Spritspartechnik, LED-Licht, Assistenzsysteme, hypermoderne Infotainmentsysteme, Automatikgetriebe mit bis zu zehn Gängen und was weiss ich – ist dem 370Z vollkommen fremd. Und dann gibt es ja noch den grassierenden Trend vom Downsizing und Aufladung durch Turbolader. Bitte was? Der 370Z Nismo versteht nichts von diesem Fachchinesisch und es interessiert ihn auch nicht. Die einzigen beiden Dinge, die den Z interessieren, sind ein mit 98er-Benzin gefüllter Tank und ein Fahrer, der sein hartes, aber endgeiles 6-Gang Getriebe bedienen kann. Let’s Go!
Renault Mégane R.S.: Der GT-R seiner Klasse
Interessierst du dich nur für Autos, mit denen man gemütlich von A nach B fahren kann? Empfindest du keine Faszination für Sportwagen und sportliche Modelle? Wenn du diese beiden Fragen mit «ja» beantworten kannst, dann solltest du diesen Fahrbericht verlassen und dir stattdessen so etwas anschauen. Der Renault Mégane R.S. ist nämlich kein Auto, mit dem man einfach von A nach B fahren möchte – höchstens, wenn man einen netten Umweg via C fährt. Er ist vor allem ein Auto, in dem man gerne einfach so irgendwo hinfährt. Irgendwo, wo man möglichst alleine ist. Ohne andere Verkehrsteilnehmer. Ohne Ordnungshüter.