Ich weiss nicht, warum Audi versucht, den neuen Q7 mittels Design schnittig und nicht so gross wirken zu lassen. Der alte Q7 wirkte richtig protzig, hatte einen «geh mir aus den Weg» Gesichtsaudruck und war insgesamt eine mächtige Erscheinung. Der Neue hat zwar einen grösseren Grill als ein Audi R8, ist ansonsten aber vor allem ein grosser Kasten. Schade, vom Audi-Design ist man sich eigentlich anderes gewohnt. Aber Design ist bekanntlich subjektiv und wenn es um die inneren Werte geht, kann dem Q7 so schnell keiner das Wasser reichen.
Giftstachel: Seat Ibiza Cupra
Der Seat Ibiza ist mir bestens vertraut, mein bester Kollege fährt nämlich einen. Nach dem Test vom doppelt gelifteten Ibiza FR ist mir jedoch klar geworden, dass der frühere Ibiza knackiger daherkam. Der Neue macht dafür mehr auf Lifestyle. Nun gut, jetzt ist der Cupra an der Reihe und die Frage ist dringender denn je: Kann der Ibiza Cupra die hohen Erwartungen an ein astreines Handling erfüllen? Oder sind auch ihm Farbspielereien wichtiger? Ausserdem: Der Leon Cupra hat mich mehrmals vom Fahrverhalten überzeugt. Trotzdem ist der Funke nicht übergesprungen. Wie wird das beim Ibiza Cupra sein?
Autonomes Fahren – Wohin des Weges?
Im Rahmen meiner Bachelorarbeit habe ich eine multimediale Website gestaltet, welche das Thema «Autonomes Fahren» anschaulich erläutert. Ich habe Videointerviews mit Experten geführt, aktuellen Serienmodellen und ihrer Technik auf den Zahl gefühlt, Passanten befragt, eine Infografik erstellt sowie den Stand der Technik dargelegt. Hier geht’s zu meiner multimedialen Arbeit!
Ford Focus RS: Der Funke ist übergesprungen
Wisst ihr, wie man sich am Steuer eines Ford Focus RS fühlt? Ich erkläre es euch. Setzt euch hin, streckt Arme und Beine vor euch, als ob ihr in einem Auto sitzen würdet, und spannt alles an, was ihr könnt. Ja, genauso fühlt es sich an. Der Ford Focus RS ist mehr als nur ein Hot Hatch. Er ist eine Fahrmaschine, wie man sie mit diesen Abmessungen kaum findet. Ein Auto, an dem alles der Performance dient. Ein Auto, das so ehrlich zu fahren ist, wie kein anderes in dieser Preisklasse. Es gibt etliche Gründe, die für den Focus RS sprechen und wer kein Bünzli ist, findet keinen einzigen, der gegen ihn spricht.
Ford Mustang Ecoboost: Die halbe Portion, die gerne eine Ganze wäre
Ich nenne ihn zwar liebevoll Baby-Mustang, aber eigentlich begegne ich ihm alles andere als wohlwollend. Noch selten bin ich einem Testauto mit mehr Vorurteilen und Abneigung begegnet als diesem Stilbruch auf Rädern. Was habe ich im Review des V8-Mustang über den Ecoboost gelästert. Trotzdem habe ihn mir zum Test geholt. Weil ich es einfach wissen muss. Mustang und Vierzylinder: Wie fühlt sich das an? Kann das funktionieren? Oder ist nur ein V8-Mustang ein wahrer Mustang? Mal schauen…
Subaru Levorg: Grosse Klappe…
Der Subaru Levorg macht einen sehr athletischen Eindruck. Das ruft augenblicklich meine Skepsis auf den Plan. Keine Frage, japanische Hersteller können sportliche Autos bauen, aber nur echte Sportwagen. Sportlich aussehende Kombis, Limousinen oder SUVs sind meistens bloss gut aussehend. Komfortables Fahren steht meistens im Vordergrund und darum begegne ich der sportlichen Optik vom Levorg misstrauisch, zumal er über ein stufenloses Getriebe verfügt. Letzteres hat zwar im Subaru Outback schon einmal überzeugt, genau wie das Auto als Ganzes. Wird mich auch der Levorg positiv überraschen?
Hyundai Tucson: Zurück zu alten Tugenden
Es gab schon einmal, vor längerer Zeit, einen Hyundai Tucson, sogar mit V6-Motor. Der war aber eher als Arbeitsgerät gedacht. Anschliessend füllte der ix35 die Lücke der Kompakt-SUVs. Nun bringt Hyundai erneut den Tucson ins Spiel, der trotz Allradantrieb, Bergabfahrhilfe und 50:50-Sperre des Antriebs ganz klar ein Lifestyle-SUV mit schickem Design, aber praktischen Fähigkeiten sein soll.
Einstiegsdroge: Porsche 718 Cayman
Die Zahlen sprechen überhaupt nicht für den neuen Porsche 718 Cayman, dem neuen Einstiegsmodell von Porsche. Der Cayman leistet nicht mehr als die aktuelle Horde wild gewordener Hot Hatches, der Motor ist mittlerweile ebenfalls ein schnöder Vierzylinder-Turbo, und trotzdem zahlt man für einen Porsche Cayman weitaus mehr als für leistungsmässig vergleichbare Autos. Doch beim Autofahren zählen nicht bloss die nackten Zahlen, sondern, wie sich diese Zahlen anfühlen. Der Porsche Cayman hat mich bei meiner ersten Begegnung dermassen elektrisiert, dass dies die neue Einstiegsdroge sein muss, mit welcher Porsche potentielle Kunden an sich binden möchte. Zum Glück bin ich immer noch ein armer Student, ansonsten hätte ich mir bei der Fahrveranstaltung von Porsche im schwedischen Malmö im anschliessenden Rausch der Fahrt gleich einen bestellt…
Löwe im Schafspelz: Peugeot 308 GTi
Der Peugeot 308 GTi ist optisch das genaue Gegenstück zum Honda Civic Type R – und doch haben die beiden so viel gemeinsam. Beide wollen sie Alternativen sein unter den Hot Hatches. Doch während der Civic keinen Hehl daraus macht, zu zeigen, was er kann und auf dem Parkplatz wie ein Prolet erscheint, gibt sich der 308 GTi extrem dezent. In Rot ist er sogar am dezentesten, da in allen anderen Farben wenigstens die Spoilerlippe rot eingefärbt ist und somit im Rückspiegel verrät, was da angerauscht kommt. So dachte ich halt, dass der 308 GTi ein etwas schnellerer, aber im Grunde dennoch normaler 308 ist. Ist er nicht. Der scharfe 308 ist ein brüllender Löwe, der unter dem braven Blechkleid schlummert.
Rechenleistung: Mercedes E-Klasse
Es ist schon krass, wie die Zeit und die Entwicklung voranschreiten. Vor 3,5 Jahren hatte ich das erste Mal ein Auto mit Abstandstempomat. Ich war hin und weg, für mich war es DAS Assistenzsystem schlechthin. Und heute? Abstandstempomat? Tzz, das ist für die neue E-Klasse kalter Kaffee. Die elegante Limousine schlägt das nächste Kapitel auf, was teilautonomes Fahren betrifft. Im Rahmen meiner Bachelorarbeit, die sich mit autonomen Fahren befasst, hatte ich ein Gespräch mit einem Experten, der mir gesagt hat, dass dereinst der Antrieb eines Autos völlig egal ist. Innerlich schüttelte ich dabei den Kopf. Doch seit ich die E-Klasse gefahren bin, muss ich ihm recht geben. Dieser Test war nicht nur technisch eine neue Erfahrung, ich habe das Auto auch anders wahrgenommen, als ich es sonst tue.
Mädchen für alles: Jaguar F-Pace
Ich begegne den Informationen in Prospekten und Pressemeldungen immer mit einer gewissen Vorsicht und Skepsis. Schliesslich wird das eigene Auto vom Hersteller auf eine Art und Weise beschrieben, respektive beworben, als ob gerade das Rad neu erfunden worden wäre. Auch der neue F-Pace von Jaguar soll irgendwie alles unter einen Hut bringen: Er sei extrem praktisch und alltagstauglich, trotzdem sportlich und fahraktiv und etwas offroad könne er auch noch. Phu. Bei solchen Ankündigungen gehe ich in der Regel besonders akribisch auf Fehlersuche. Meine Ausbeute an Kritik ist am Ende des Tests jedoch ausgesprochen mager…
Mehr Ausdauer: Nissan Leaf
Der Nissan Leaf bekommt dank einer grösseren Akkukapazität einen längeren Atem. Seine Reichweite beträgt nun 250 Kilometer, was gemäss Nissan die grösste innerhalb seines Segments ist. Soviel ich weiss, kommt er damit weiter als alle aktuellen Elektroautos, von Tesla mal abgesehen. Jedoch hat der Leaf mittlerweile ein paar Jahre auf dem Buckel und darum finde ich es schade, hat Nissan die Gelegenheit nicht genutzt und den Leaf gesamthaft aufgewertet. Nichtsdestotrotz finde ich es spannend, nun bereits zum dritten Mal Leaf zu fahren und zu sehen, was sich in der Elektromobilität verändert hat – und was noch nicht.
Rammbock im Businessanzug: Maserati Quattroporte GTS
Seit jeher bin ich auf meinem Blog der Seele des Autos auf der Spur und noch nie bin ich von einem Auto derart getäuscht worden, wie vom neuen Maserati Quattroporte GTS. Er vermittelt meinem Auge Werte, die nicht so Recht mit den Werten harmonieren wollen, die ich während dem Fahren festgestellt habe. Er erinnert mich an die Hauskatze eines guten Kollegen. Sie blickt einem süss an, man denkt, sie erwarte eine Streicheleinheit und sobald man ihr zu nahe kommt, erntet man einen Faucher, als sei man ihr auf den Schwanz getreten. Den Quattroporte stuft man ebenfalls eher gutmütig ein. Doch auch seine Reaktion kommt überraschend…
Wie neugeboren: Suzuki Vitara Boosterjet
In der Regel teste ich Autos genau einmal, in einer Variante. Es müssen schon sehr spezielle Gefährte sein, damit ich sie mit einem anderen Motor nochmals teste. Meistens, das gebe ich zu, sind es Garanten für Fahrspass. Besonderer Fahrspass wird beim Vitara kaum der Grund sein. Im Gegenteil. Wenn ich ans erste Mal mit dem Vitara zurückdenke, läuft es mir noch heute kalt den Rücken runter. Es war furchtbar und darum finde ich, bin ich nicht nur meiner Leserschaft, sondern auch Suzuki einen zweiten Test schuldig. Schliesslich verdient jeder eine zweite Chance. Und ich bin selber gespannt, wie die neue Motor-Getriebe-Kombination im Vitara Boosterjet mein Urteil verändern wird.
DS 4: Noblesse vor Finesse
Warum sollte man sich eine DS 4 kaufen? DS sollte so langsam, aber sicher, mal Gas geben. Die aktuelle Modellpalette besteht nämlich nach wie vor bloss aus aufgehübschten, gelifteten Citroën-Modellen. Ein wirklich neues Modell ist uns die junge Marke noch schuldig. Die DS 4 ist schön zu fahren, keine Frage – aber man muss sich auf sie einlassen. Man muss sie mögen, weil sie anders ist und ihre Eigenheiten akzeptieren.
Audi R8: Drama Queen oder keine Drama Queen?
Ich gebe es zu: Vor gewissen Tests stöbere ich ein bisschen herum, was andere Medien und Blogger zu gewissen Autos denken. Und der Audi R8 gehört definitiv zu diesen «gewissen» Autos. Seine technischen Daten lesen sich wie ein Fifty Shades of Audi, wenn es das denn geben würde: V10-Mittelmotor ohne Turbo, 448 kW Leistung, quattro-Antrieb, 8700 r/min Maximaldrehzahl und 330 km/h Spitze. Man(n) wird dabei ja fast selber spitz… Kenner und Fans wissen ausserdem, dass der R8 mit dem Lamborghini Huracán einen heissen Zwillingsbruder hat, mit dem er sich die technische Basis teilt. Doch genau das mit dem heiss und spitz machen soll der R8 trotz infernalischem Sound und brachialer Beschleunigung nicht ganz hinkriegen. Audis Drang nach Perfektion dränge diesen Supersportler in ein Korsett, aus welchem er vergeblich auszubrechen versucht. Das sind jetzt meine Worte, aber so verstehe ich die anderen Berichte, wenn sie mangelnde Emotionen konstatieren. Ob das stimmt, oder ob der R8 eine dramatische Seite hat, wie es sich für einen Sportler seines Kalibers gehört, das werde ich nun klären.
VW Beetle Dune: Für Sehnsüchtige
Man kann es drehen und wenden, wie man will: An die Erfolge des legendären Käfers wird der Beetle niemals anknüpfen. Das geht sogar so weit, dass VW den Beetle trotz global immerhin jährlich 100’000 verkauften Exemplaren als «Nischenmodell» bezeichnet. Ein Nischenmodell! Vielleicht hierzulande, denn mit nicht einmal 2000 abgesetzten Autos seit 2012 kann man wahrlich nicht von einem Renner sprechen. Mit dem Facelift möchte VW ein Zeichen setzen und zeigen, dass man weiterhin an den Beetle glaubt. Nichtsdestotrotz ist noch nicht klar, ob es einen ganz neuen Beetle geben wird. Mit dem Beetle Dune spricht VW vor allem Fans und Individualisten an, die sich vom Mainstream abheben möchten. Das ist auch gut so, denn bis auf eine einzigartige Optik hat der Beetle nichts zu bieten, was den rational denkenden Kunden abholen könnte.
Audi S4: Legerer Sportler
Ich überspringe an dieser Stelle eine Evolutionsstufe und präsentiere den Audi A4 gleich als S4. Warum auch nicht? Schliesslich hat der S4 alles, was ein A4 auch hat – ausser einen Dieselmotor und da der A4 ohnehin keine Emotionsspritze ist, ist der S4 womöglich etwas prickelnder. Doch einen bleibenden Eindruck hinterlässt ausgerechnet nicht der Antrieb, sondern die Fahrassistenzsysteme sowie einige clevere Details.
Antidepressiva: Mazda MX-5
Kennt ihr diese Tage, an denen die Laune einfach seit dem Aufstehen im Keller ist und sie auch keine Anstalten macht, sich zu bessern? Keine Sorge, Besserung naht, denn ich habe soeben das ultimative Mittel gegen jegliche Art von Depression, schlechte Laune, etc. gefunden. Das Gute an meinem Mittel ist, dass ihr es rezeptfrei beziehen könnt. Der Haken ist, dass es vergleichsweise teuer ist. Aber mein Mittel wird auch nicht geschluckt, es wird gefahren. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Heilungseffekt trifft sofort ein, er ist äusserst nachhaltig und der Besitz eines MX-5 wirkt darüber hinaus vorbeugend.
Luxusdampfer: Mercedes GLC
Der Mercedes GLC ist ein Auto, dass so nah an der Perfektion kratzt, dass ich fast nur Belanglosigkeiten kritisieren kann. Mercedes vereint in diesem SUV ein wunderbar komfortables Fahrverhalten, expressive Optik, ein schönes Interieur und viel, viel Technik. Dass das Fahren damit ein Genuss ist, erklärt sich fast von selbst. Etwas enttäuschend sind lediglich der Verbrauch und der Konnektivitätsdienst Mercedes Me, den ich erstmals ausprobiert habe.