Mazda baut das Portfolio mit dem kompakten CX-30 aus. Der Crossover basiert auf dem Mazda 3 und reiht sich zwischen CX-3 und CX-5 ein. Der Grund, warum der Neuling nicht CX-4 heisst, ist, dass die Japaner bereits ein ausschliesslich in China erhältliches CX-4 SUV im Programm haben. Doch genug mit Buchstaben und Zahlen jongliert. Viel wichtiger ist die Frage, was das SUV besser kann als der Mazda 3 und ob sich trotz identischer Technik der SUV-Aufpreis lohnt?
Sparprogramm: Hyundai Ioniq PHEV
Der Hyundai Ioniq Plug-in-Hybrid ist konsequent auf Sparsamkeit ausgerichtet. Die Komponenten fallen allesamt eher kompakt aus, was dank des tiefen Verbrauchs aber auch ausreichend ist. Im Zuge des Facelifts haben die Koreaner die Technik sowie die Ausstattung an diversen Orten verbessert, allerdings auch den Preis kräftig angehoben. Ist der Ioniq als alltagstaugliches Sparer dennoch eine Überlegung wert?
Volvo S60 Polestar Engineered: Ein anderer Wind
Zuerst die gute Nachricht: Anders als bei der letzten Modellgeneration, als nur S/V60 in den Genuss einer Modifikation durch Polestar kamen, gibt es jetzt zusätzlich den XC60 als Polestar Engineered. Doch anstelle eines wütenden Verbrenners sind die Polestar-Modelle jetzt allesamt Plug-in-Hybride. Auf dem Papier wirkt das alles gut, denn es gibt mehr Leistung, mehr Drehmoment und einen deutlich tieferen Verbrauch. Doch Papier ist geduldig und gerade bei sportlichen Modellen sind Plug-in-Hybride nicht zwingend die beste Lösung. Geht der Plan auf oder sind sportliche Fahrer mit den neuzeitlichen Polestar-Modellen an der falschen Adresse?
Range Rover Evoque: Stil muss sein
Mit dem Evoque hat die High Society Einzug in die Welt der kompakten SUVs gehalten. So stil- und würdevoll pflügt sonst niemand durch den Dreck – okay, in der Realität rollen die SUVs eher auf Asphalt. Nichtsdestotrotz macht der Evoque aus jeder Perspektive und auf jedem Untergrund eine gute Figur. Doch auch unter dem Blech hat sich viel getan: Neue Plattform, neue Motoren, neue Assistenzsysteme. Kann der Evoque damit den hohen Preis rechtfertigen?
Es lebe der Verbrenner: Mazda 3 Skyactiv-X
Mazda ist bekannt dafür, eigene Wege zu gehen. Jüngst ist den Japanern mit dem sogenannten Skyactiv-X Benzinmotor ein Durchbruch gelungen. Dank der angewandten Kompressionszündung, welche durch die für einen Benzinmotor sehr hohe Verdichtung von 16,3:1 ermöglicht wird, verbraucht der neue Benziner in der Theorie etwa so viel wie ein vergleichbarer Diesel. Wie fühlt sich der komplett neue Motor an? Und kann der schnittige Mazda 3 seine sportliche Optik mit einem sportlichen Handling unterstreichen?
Business-Brenner: Audi S6 Avant
Es ist eine Steilvorlage, die Audi mit den neuen S-Modellen liefert. Für Kritiker ist schnell klar: Früher war eben doch alles besser. Auf den ersten Blick verständlich: Der kräftige V8-Benziner flog aus Emissionsgründen aus dem Programm, stattdessen hält ein V6-Diesel mit elektrischem Verdichter Einzug. Und als wäre das nicht schon genug Ungemach, kann sich ein S6 heute nicht einmal mehr von einem S4 abheben, da beide über denselben Antrieb verfügen. Ob das jetzt Grund zum Klagen oder zum Freuen ist, dieser Frage gehe ich auf den Grund.
Skoda Scala: Der Spartipp
Mit dem Scala stürzen sich die Tschechen ins sehr stark besetzte Kompakt-Segment. Doch Skoda wäre nicht Skoda, wenn der gefällige Neuzugang sich nicht von der Konkurrenz abzuheben wüsste. Der Scala bietet genau das, was sehr viele Normal-Fahrer sich wünschen: Praktikabilität, fairer Preis, cleveres Package, Verzicht auf Schnickschnack. Wer genau hinschaut, erkennt die dezenten Spuren des Sparprogramms und des Respektabstands zu den Konzernbrüdern. Doch wer nicht als kritischer Tester unterwegs ist, dürfte das gar nicht bemerken.
DS3 Crossback: Der Preis des Styles
Die französische Nobelmarke DS erweitert ihr Portfolio mit dem DS3 Crossback nach unten. Wie es für die Franzosen typisch ist, versuchen sie sich über das Design von der Masse abzuheben und den Preis zu rechtfertigen. Kleines Auto, mässiger Nutzwert, dafür viel französischen Chic und ein gesalzener Preis – kann diese Rechnung aufgehen?
Neuer Ansatz: Honda CR-V Hybrid
Abgesehen von Toyota baut kaum noch jemand Vollhybride. Praktisch die ganze Industrie setzt auf Plug-in-Hybride als Allheilmittel. Während bei den Japanern gerne Mazda etwas eigen ist, schlüpft jetzt Honda in diese Rolle. Der CR-V Hybrid nutzt nämlich nicht einen kleinen Elektromotor als Beihilfe und ein Nerven kostendes stufenloses Getriebe. Stattdessen fliegt das Getriebe ganz raus und zwei Elektromotoren gemeinsam übernehmen den Vortrieb, der Verbrenner dient lediglich als Generator. Kann dieses Konzept überzeugen und stimmt der Verbrauch am Ende?
BMW Z4 M40i: M wie meisterhaft
Der BMW Z4 der Vorgänger-Generation wurde oft als weder Fisch noch Vogel kritisiert. Als schwerer Roadster mit Hardtop fiel er in die Lücke zwischen GT und Sportwagen. Gut möglich, dass es ohne die Kooperation mit Toyota (Supra und Z4 teilen sich die Plattform sowie den Antrieb) keinen Nachfolger gegeben hätte. Jetzt ist er aber da und tritt als M40i mit der Sechszylinder-Topmotorisierung zum Test an und schnell wird klar: Der Nachfolger ist nicht nur deutlicher positioniert, sondern bietet im Grunde sämtliche Kernelemente, die BMW als Hersteller zu bieten hat! Die wenigen Mankos, welche er hat, betreffen leider immer mehr Sportwagen.
VW Golf GTI TCR: So wie es sein sollte
Der Hype um den normalen Golf GTI war mir immer ein Rätsel. Selbst ein GTI Performance im Serienzustand ist böse gesagt nur eine lauwarme Version des perfekt geschliffenen Golfs. Wer wirklich eine Sportmaschine im Kompaktsegment will, kam bislang eigentlich nicht darum herum, sich bei der Konkurrenz umzusehen. Die Gründe liegen auf der Hand. Für dasselbe Geld gibt es nicht nur mehr Leistung, sondern obendrauf ein deutliches Plus an Emotionen. Die TCR-Version des auslaufenden Modells kann bereits nicht mehr bestellt werden, allerdings gibt es noch genügend Lagerfahrzeuge und die sind es wert, genauer angeschaut zu werden: So, wie der TCR abgestimmt ist, sollte der GTI nämlich sein, um mit der aktuellen Konkurrenz mitmischen zu können!
Peugeot 508 SW GT: Opfer der grünen Welle
Der Peugeot 508 SW GT ist ein vorzügliches Auto, welches aber in der Schweiz nur ein äusserst kurzes Leben zu leben hatte. Hauptmerkmal der GT-Ausführung sind nebst der Vollausstattung auch der 165 kW starke Benziner, der aufgrund seiner CO2-Emissionen hierzulande kurz nach Markteinführung wieder verbannt wurde. PSA fährt in der Schweiz einen radikalen Sparkurs, was die Emissionen seiner Modelle angeht. Zwar gibt es mit den kommenden Plug-in-Hybrid-Modellen wieder leistungsstärkere Autos im Portfolio, doch diese kosten nicht nur einen ordentlichen Aufschlag, auch die nicht vorhandene Ladeinfrastruktur bei sich zu Hause dürfte manchen Kunden abschrecken. Der Griff zu einem GT-Lagerfahrzeug dürfte sich daher lohnen.
Tesla Model 3 SR+: Out of the Box thinking
Nach wie vor wird Tesla als ein etwas anderer Autohersteller betrachtet. Zu Recht! Chef Elon Musk tickt anders als der Rest der Autobranche und das merkt man dem Endprodukt an. Das Model 3 SR+, also das Modell mit der Standard-Reichweite und Heckantrieb, ist in der Schweiz das Einstiegsmodell, jener Hoffnungsträger, welcher bei Tesla für den endgültigen Durchbruch sorgen soll. Im Test hat sich gezeigt, dass die Amis in einigen Bereichen führend sind, doch in anderen Punkten sorgt das Model 3 für Kopfschütteln.
Audi SQ2: Schnell und eiskalt
Audi prescht kräftig vor und zwar wortwörtlich. Im Segment der kleinen SUVs ist ein solcher Kraftbolzen wie der SQ2 bisher nicht erhältlich gewesen. Also packen die Ingolstädter die 221 kW starke Allzweckwaffe des Konzerns in das Lifestyle-SUV, peppen die Optik sowie die Preisliste auf und fertig ist der SQ2. Der macht aus objektiver Sicht nichts falsch, doch als Sportler holt er Autofans definitiv nicht ab. Dafür ist das SUV massiv zu unterkühlt, da hilft die freche rote Farbe leider nicht mehr viel. Ausserdem wird einem ab dem Preis beinahe schlecht.
Mercedes-AMG GT C Roadster: Drama auf Rädern
Wer Drama mag, ist bei Mercedes-AMG an der richtigen Adresse. Die echten, bösen Modelle aus Affalterbach neigen dazu, einen leicht gestörten Touch zu haben, was sie von der Masse abhebt. Wer besonders viel Drama mag – und über ein entsprechend gefülltes Bankkonto verfügt – sollte zum Topmodell, dem AMG GT greifen. Als GT C Roadster bietet er ein mitreissendes Frischluft-Vergnügen und atemberaubende Performance. Dennoch ist der grobe AMG kein feinfühliges Präzisions-Instrument, sondern inoffiziell das einzige Muscle-Car, das Deutschland aktuell baut.
Mercedes GLE: Die ruhige Kugel
Im grossen und komfortablen Mercedes GLE kommen selbst Draufgänger zur Ruhe. Das SUV verwöhnt nicht nur mit Platz in Überfluss, sondern auch mit First-Class-Komfort. Der Testwagen mit Basismotorisierung und «nur» mittelmässiger Ausstattung zeigt aber exemplarisch, dass zusätzlich zum Grundpreis viel Geld in die Hand genommen werden muss, um Luxus-Niveau und fortschrittliche Technologie an Bord zu haben. Kann der GLE auch ohne diese Features als Premium-SUV überzeugen? Oder gilt die Devise «ganz oder gar nicht»?
Audi R8 performance quattro: Die Bodenrakete
Im weiten All ist der alte Tesla Roadster immer noch das einzige Auto, das im Orbit seine Bahnen dreht. Ein wesentlich passenderes Auto wäre jedoch der geliftete Audi R8, da die deutsche Flunder deutlich galaktischere Fahrleistungen abliefert und auch puncto Sound alles andere als ein Leisetreter ist! Allerdings wirft Audi für den Supersportler einen alles andere als leicht verdaulichen Preis auf – und das ist nicht der einzige Grund, weshalb sich allenfalls auch eine Occasion lohnen könnte.
BMW 8er Coupé: Eine grosse Nummer
BMW greift nach den Sternen – genauer gesagt, nach dem Stern. Um dem S-Klasse Coupé etwas entgegenzusetzen, wurde aus dem 6er – der in meinen Augen leider ein arg gebeuteltes Shipi-Image hat – kurzerhand das neue Topmodell, der 8er. Das wirft viele Fragen auf: Ist die Adelung zum Topmodell mehr als nur ein Marketing-Gag? Ist der 8er ein GT oder ein echter Sportwagen? Und: Kann das Konzept auch mit der im Testwagen verbauten Basismotorisierung überzeugen?
BMW M2 Competition: Hulk wäre neidisch
Der BMW M2 Competition ist das Eintrittsticket nach M Town, eine Marketingmassnahme, die eine fiktive Stadt abbildet, in der alles lustig zu und her geht. Auch im M2 Competition geht es hoch her, immer lustig, manchmal überraschend, gelegentlich fordernd, aber stets unterhaltsam. Lustigerweise ist er im M-Portfolio zwar das «Basismodell» und hat entsprechend auch weniger Power als alle grösseren M-Brüder, doch puncto Fahrspass kommt der kleine M ganz gross raus!
Magischer Touch: Audi e-tron
Mit dem vollelektrischen e-tron will Audi zurück an die Spitze, den viel zitierten «Vorsprung durch Technik» wieder zelebrieren. In diesem Zusammenhang finde ich vor allem eine Zahl bemerkenswert: 2699. Das ist nicht etwa die Reichweite des Elektro-SUVs, sondern das Leergewicht. Bei allem Respekt, aber so fortschrittlich ist es nicht, einen derart schweren Koloss auf die Räder zu stellen. Aber es musste wohl hinsichtlich der Absatzzahlen ein SUV werden und wenn ich über das viel zu hohe Gewicht hinwegschaue, muss ich eingestehen, dass der e-tron ein richtig gutes Auto geworden ist – aus einem überraschend trivialen Grund.